Mittwoch, 21. März 2018 19:00 Uhr

NS-Zwangsarbeit und Archäologie. Ausgrabungen auf dem Tempelhofer Feld

Vortrag: Prof. Dr. Reinhard Bernbeck, Berlin
Kommentar: Ronald Hirte, Weimar
Moderation: Dr. Christine Glauning, Berlin

Flughafen Tempelhof, Zollgarage
Zugang über den „Ehrenhof”, links vom Haupteingang „Zentralflughafen”
Columbiadamm 10, 12101 Berlin

Eintritt frei

Anmeldung erbeten: Telefon 030 254509-13, veranstaltungen@topographie.de

Es steht nur eine begrenzte Anzahl an Sitzplätzen zur Verfügung. Die Toiletten sind nicht barrierefrei.

(Im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres SHARING HERITAGE 2018)

Veranstaltungsreihe Ehemaliger Flughafen Tempelhof 

In einem großangelegten Ausgrabungsprojekt des Landesdenkmalamts und der Freien Universität Berlin wurden von 2012 bis 2014 auf dem Tempelhofer Feld Spuren von Zwangsarbeiterlagern der Deutschen Lufthansa AG und der „Weser” Flugzeugbau GmbH sowie des „Konzentrationslagers Columbia” freigelegt. Der damalige Projektleiter Reinhard Bernbeck hat 2017 eine umfassende Monographie vorgelegt, in der er ausgehend von diesen Ausgrabungen reflektiert, was eine „Archäologie der Moderne” leisten kann, wo ihre Grenzen liegen und wie sie sich in die derzeitige Erinnerungskultur einfügt.
In seinem Vortrag wird Reinhard Bernbeck die Ergebnisse der Ausgrabungen und die zentralen Thesen seines Buches vorstellen. Ronald Hirte wird die Ausführungen kommentieren.

Reinhard Bernbeck, 1958 geboren, ist Professor für Vorderasiatische Archäologie an der Freien Universität Berlin. Zu seinen aktuellen Publikationen zählt Materielle Spuren des nationalsozialistischen Terrors. Zu einer Archäologie der Zeitgeschichte (2017).

Ronald Hirte, 1970 geboren, Archäologe und Historiker, ist Mitarbeiter der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora.

Christine Glauning ist Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit der Stiftung Topographie des Terrors.