Livestream

Anstehende Livestreams

Dienstag, 13. Juni 2023, 19:00 Uhr
Die echten falschen „Hitler-Tagebücher“. Kritische Dokumentation eines geschichtsrevisionistischen Rehabilitierungsversuchs
Buchpräsentation: John Goetz, Dr. Heike B. Görtemaker, Prof. Dr. Hajo Funke (alle Berlin)
Moderation: Prof. Dr. Gideon Botsch (MMZ, Potsdam)

Dienstag, 20. Juni 2023, 19:00 Uhr
Die Hohenzollern und die Nazis. Geschichte einer Kollaboration
Buchpräsentation und Gespräch: Dr. Stephan Malinowski, Edinburgh, und Dr. Marcus Funck, Berlin

Aufzeichnungen vergangener Veranstaltungen

Verfolgung und Widerstand. Häftlinge im Hausgefängnis der Gestapo-Zentrale in Berlin

Im Hausgefängnis des Geheimen Staatspolizeiamts in Berlin inhaftierte die Gestapo von 1933 bis 1945 insbesondere politisch Verfolgte, unter ihnen zahlreiche Personen des deutschen Widerstands, aber auch ausländische Gegner des NS-Regimes. Im Vortrag vom 23. Mai 2023, moderiert von Andrea Riedle, gibt Johannes Tuchel einen Überblick über die Verfolgungspraxis der Gestapo und die Bandbreite des Widerstands gegen das nationalsozialistische Regime und nimmt dabei verschiedene Biographien von Häftlingen im Hausgefängnis der Gestapo-Zentrale in den Blick.

Die Sportpalast-Rede 1943. Goebbels und der „totale Krieg“

Peter Longerich präsentierte am 18. April 2023 sein neu erschienenes Buch zu Goebbels' „Sportpalastrede“, die als eine der abschreckendsten, aber auch wirkungsvollsten rhetorischen Leistungen des 20. Jahrhunderts und als ein besonders perfides Beispiel für die Propaganda der Nationalsozialisten gilt. Braille-Vorleser Christian Spremberg trug Auszüge der Rede vor.

Nationalsozialismus. Aufstieg – Macht – Niedergang – Nachgeschichte

In ihrem von der Bundeszentrale für poltische Bildung herausgegebenen Buch schildern Gerhard Paul und Michael Wildt die Geschichte des Nationalsozialismus als Gesellschafts- und Mediengeschichte. In einer eigens entwickelten App werden den Leserinnen und Lesern mithilfe von Strichcodes im Buch zahlreiche weiterführende Abbildungen, Videos, Audio-Dateien, Texte und Websites in kontextualisierter Form zugänglich gemacht. Eine Veranstaltung vom 16. Februar 2023

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Vor 90 Jahren: Wie kamen die Nationalsozialisten an die Macht?

Ein Vortrag von Michael Wildt, gehalten am 31. Januar 2023, anlässlich des 90. Jahrestags der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten am 30. Januar 1933

Weltöffentlichkeit und Diktatur. Die amerikanischen Auslandskorrespondenten im „Dritten Reich“

In seinem Buch Weltöffentlichkeit und Diktatur (2021) nimmt Norman Domeier die amerikanischen Auslandskorrespondenten in Deutschland in den Blick – vom Aufstieg Hitlers in den 1920er Jahren bis zum Nürnberger Prozess 1945/46. Am 17. Januar 2023 stellte er das Buch – auch im Gespräch mit den Auslandskorrespondent*innen Lotta Lundberg und Rob Savelberg – im Auditorium des Dokumentationszentrums vor.

« Combattre est devenu notre priorité ». Beate et Serge Klarsfeld et leur engagement pour la mémoire

Dans le cadre de la rencontre le 06 décembre 2022, Beate et Serge Klarsfeld nous parlaient de ce qui a motivé leur démarche et expliquaient les recherches et action qu'ils ont entreprises pour retrouver des auteurs de crimes nazis.

„Kämpfen wurde unsere Priorität“. Beate und Serge Klarsfeld und ihr Einsatz gegen das Vergessen

Jahrzehntelang haben sich Beate und Serge Klarsfeld für die Opfer der Shoah eingesetzt und ihren Kampf gegen die Straflosigkeit ehemaliger Verantwortlicher von NS-Verbrechen gerichtet.
Im Podiumsgespräch vom 6. Dezember 2022, moderiert von Andrea Riedle, berichteten sie über ihre Beweggründe und die von ihnen durchgeführten Recherchen und Aktionen zur Auffindung von NS-Tätern.

Außer Kontrolle. Deutschland 1923

In seinem Buch Außer Kontrolle. Deutschland 1923 (2022) zeichnet Peter Longerich die Chronologie dieses Krisenjahrs nach. Am 24. November 2022 präsentierte er das Buch im Auditorium des Dokumentationszentrums im Gespräch mit der SPIEGEL-Redakteurin Eva-Maria Schnurr.

„Gehörlose Menschen in der NS-Volksgemeinschaft“

Der gehörlose Historiker Helmut Vogel gibt in seinem Vortrag einen Überblick über die Geschichte tauber Menschen im Nationalsozialismus. Der Vortrag in Gebärdensprache mit Lautsprache-Übersetzung fand am 18. Oktober 2022 im Dokumentationszentrum statt.

Rachela Auerbach: Schriften aus dem Warschauer Ghetto

In seinem Vortrag gibt Stephan Lehnstaedt einen Überblick über die Geschichte des Warschauer Ghettos und den Lebensweg von Rachela Auerbach, die zur ersten Generation der Holocaustforschung zählt. Eva Gerngroß und Marlon Frank lesen Auszüge aus ihrem Tagebuch. Eine Veranstaltung vom 11. Oktober 2022

„Bibelforscher – unglaublicher Mut“. Verfolgung und Widerstand der Zeugen Jehovas im nationalsozialistisch beherrschten Europa

Eine Veranstaltung der Ständigen Konferenz der NS-Gedenkorte im Berliner Raum mit Tim B. Müller, Wolfgang Benz, Detlef Garbe und Pavla Plachá vom 4. Oktober 2022

Albert Speer. Das Ende einer Legende

Im Podiumsgespräch mit Martina Christmeier, Jörn Düwel und Isabell Trommer vom 13. September 2022 werden die „zweite Karriere“ Speers in der Nachkriegszeit sowie seine Falschdarstellungen und Rechtfertigungsstrategien diskutiert. Gefragt wird auch nach dem Wandel der öffentlichen Wahrnehmung Speers von den 1960er Jahren bis heute.

Das Ringen der Ukraine um den eigenen Staat zwischen 1918 und der Gegenwart

Ein Vortrag des Osteuropa-Experten Frank Golczewski, der sich schwerpunktmäßig mit der komplexen Geschichte des ukrainisch-russischen Verhältnisses befasst, moderiert von  Wolfgang Benz, vom 5. Juli 2022

Albert Speer. Eine deutsche Karriere

Speer-Biograph Magnus Brechtken zeichnet in seiner Lebensbeschreibung auch die Legendenbildung Speers sowie die Dekonstruktion seiner Falschdarstellungen nach. Eine Veranstaltung vom 14. Juni 2022, moderiert von Andreas Mix

Staatsschutz im Kalten Krieg. Die Bundesanwaltschaft zwischen NS-Vergangenheit, Spiegel-Affäre und RAF

In ihrem Buch Staatsschutz im Kalten Krieg (2021) haben Friedrich Kießling und Christoph Safferling die Geschichte der Bundesanwaltschaft zwischen 1950 und 1974 erforscht. In der Buchpräsentation vom 31. März 2022, moderiert von Annette Weinke, werfen sie auch ein Schlaglicht auf die heute aktuelle Frage, wie eine Demokratie den Staat schützen kann, ohne die eigenen Werte zu verraten.

Heimkehr eines Auschwitz-Kommandanten. Wie Fritz Hartjenstein drei Todesurteile überlebte

In seinem Buch Heimkehr eines Auschwitz-Kommandanten (2021), das er am 25. Januar 2022 im Auditorium des Dokumentationszentrums Topographie des Terrors präsentierte, rekonstruiert der Journalist und Autor Jürgen Gückel den Lebensweg des im niedersächsischen Peine geborenen KZ-Kommandanten Friedrich Hartjenstein.

„Wir haben uns in einem offenen Dachstuhl versteckt“. Zeitzeugenberichte über die Verfolgung und Ermordung jüdischer Familien in Tarnów 1939–1945

Eine Lesung mit Daria Lik und Marlon Frank, Schauspielstudierende an der UdK Berlin, wissenschaftlich kommentiert von Margit Berner und Ulrich Baumann und moderiert von Stephanie Bohra, vom 25. Januar 2022

Gläubige Zeiten. Religiosität im Dritten Reich

Woran glaubten die 65 Millionen Deutschen im „Dritten Reich“? Welche Rolle spielte die „religiöse Frage“ für Bestand und Stabilität des nationalsozialistischen Regimes? Diesen und anderen Fragen geht Manfred Gailus in seinem Buch von 2021 nach, das er am 7. Dezember 2021 im Dokumentationszentrum vorstellte.

Frauen und Männer im Krieg. Europäische Erfahrungsgeschichten 

In diesem Vortrag vom 23. November 2021 gibt Maren Röger einen Überblick über Erfahrungswelten der europäischen Bevölkerungen unter deutscher Besatzung mit einem besonderen Fokus auf veränderte Geschlechterrollen sowie Erfahrungen sexualisierter Gewalt, die Frauen in unterschiedlichen Ländern machten (im Rahmen der Reihe „Alltag unter deutscher Besatzung in Europa 1939–1945“).

Das Dritte Reich und seine Verschwörungstheorien. Wer sie in die Welt gesetzt hat und wem sie nutzen

In seinem 2021 erschienenen Buch Das Dritte Reich und seine Verschwörungstheorien (2021) durchleuchtet der Historiker Sir Richard Evans die fünf einflussreichsten Legenden des „Dritten Reichs“ und erkennt darin überraschende Muster. Die Buchpräsentation mit dem Autor, moderiert von Michael Wildt, fand am 16. November 2021 statt.

Jüdisches Leben in Breslau vor und nach dem Holocaust

Impulsvortrag und Podiumsgespräch mit Tim Buchen, Tamara Włodarczyk und Norbert Conrads, moderiert von Ingo Loose, vom 9. November 2021

Sicherheit und Humanität im Ersten und Zweiten Weltkrieg. Der Umgang mit zivilen Feindstaatenangehörigen im Ausnahmezustand

Buchpräsentation und Gespräch mit dem Autor Arnd Bauerkämper und Gabriele Metzler vom 2. November 2021

Erfassung, Pflicht, Zwang. Arbeitskräfte als Ressource unter deutscher Besatzung in Europa

Ein Vortrag von Elizabeth Harvey, Nottingham, moderiert von Marc Buggeln, im Rahmen der Reihe „Alltag unter deutscher Besatzung in Europa 1939–1945“ vom 26. Oktober 2021

Filme über Vernichtung und Befreiung. Die Rhetorik der Filmdokumente aus Majdanek 1944–1945 

In ihrem Buch „Filme über Vernichtung und Befreiung“, das sie am 29. Pktober 2021 im Auditorium mit Filmausschnitten präsentierte, schildert Natascha Drubek-Meyer die politische Situation in Lublin und Warschau im Sommer 1944 und erörtert, warum weder die russische noch die polnische Version des in ihrem Buch behandelten Films den Holocaust zu ihrem Thema machen konnte.

Fritz Bauer und der Auschwitz-Prozess

In ihrem Vortrag, gehalten am 12. Oktober 2021, skizziert Sybille Steinbacher die Vorgeschichte und den Verlauf des Frankfurter Auschwitz-Prozesses, analysiert das Urteil und beleuchtet die Rolle Fritz Bauers als Initiator des größten bundesdeutschen Verfahrens gegen nationalsozialistische Massen­morde.

Antisemitismus. Eine deutsche Geschichte. Von der Aufklärung bis heute

Am 5. Oktober 2021 stellte Peter Longerich im Gespräch mit dem Journalisten Klaus Hillenbrand sein neu erschienenes Buch vor.

12 Jahre, 3 Monate, 8 Tage. Andreas Nachama über die Zeit des Nationalsozialismus

In seinem Buch „12 Jahre, 3 Monate, 8 Tage“ (2021), das er am 30. September 2021 im Gespräch mit dem Journalisten Sven Felix Kellerhoff vorstellte, geht Andreas Nachama (bis 2019 Direktor der Stiftung Topographie des Terrors) anhand einer zentralen Quelle, der Berichterstattung der NS-Parteizeitung „Völkischer Beobach­ter“, wesentlichen Ereignissen der Jahre 1933 bis 1945 und ihrer medialen Vermittlung nach.

Léon Poliakov: Vom Hass zum Genozid. Das Dritte Reich und die Juden

1951 erschien Léon Poliakovs Buch „Bréviaire de la haine. Le Troisième Reich et les Juifs“ – die erste systematische Gesamtdarstellung des Mordes an den europäischen Juden auf der Grundlage von deutschen Dokumenten. Anlässlich der siebzig Jahre später später erschienenen deutschen Erstausgabe, übersetzt von Ahlrich Meyer, stellten Stephan Lehnstaedt und Alexander Carstiuc das Werk am 21. September 2021 im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors vor.

Hunger und Mangelversorgung. Leben und Überleben im besetzten Europa 1939–1945

Zum Auftakt der Reihe „Alltag unter deutscher Besatzung in Europa 1939–1945“ am 14. September 2021 erörterten Peter Romijn, Jerzy Kochanowski und Tatjana Tönsmeyer im Podiumsgespräch verschiedene Erfahrungen der Mangelversorgung und den Alltag des Lebens und Überlebens unter deutscher Besatzung. Dem Podiumgespräch vorangestellt war eine Lesung von Quellentexten mit Anette Daugardt.

Diener des Rechts und der Vernichtung. Das Verfahren gegen die Teilnehmer der Konferenz von 1941, oder: Die Justiz gegen Fritz Bauer

Basierend auf seinem Buch Diener des Rechts und der Vernichtung (2017) gibt Christoph Schneider in diesem Vortrag vom 31. August 2021 einen Einblick in die Inhalte der Konferenz von 1941, rekonstruiert den Verlauf des Ermittlungsverfahrens in der Nachkriegszeit, fragt nach der Rolle Fritz Bauers und analysiert das Scheitern des Verfahrens. 

Marek Edelman … Und es gab Liebe im Ghetto / Marek Edelman … I była miłość w getcie

Marek Edelman (1919–2009) war einer der Anführer des Aufstands im Warschauer Ghetto und einer der letzten Überlebenden des Ghettos. Filmregisseurin Jolanta Dylewska, die einen Film über Edelmann gemacht hat, der auch Interview-Sequenzen enthält, im Gespräch mit Stefanie Schüler-Springorum und Ulrich Tempel vom 27. August 2021

Fritz Bauer und der Umgang mit der NS-Vergangenheit 

Fritz Bauer (1903–1968) ist als der Staatsanwalt in die Geschichte der Bundesrepublik eingegangen, der den Auschwitz-Prozess initiiert und in vielen weiteren Fällen die strafrechtliche Ahndung von NS-Verbrechen in die Wege geleitet hat. Die Vorträge von Lena Foljanty und David Johst dieser Veranstaltung vom 13. Juli 2021 zum Wirken Fritz Bauers werden durch eine Lesung ausgewählter Texte Bauers mit Daria Lik und Marlon Frank ergänzt.

Kampf um die Brester Festung 1941. Ereignis – Narrativ – Erinnerungsort

In seinem 2021 publizierten Buch beschreibt Christian Ganzer die Kämpfe um die Stadt und geht dem Narrativ von der „heldenhaften Verteidigung der Brester Festung“ nach, die in der Sowjetunion zu den zentralen Staatsmythen gehörte und Brest zu den wichtigsten Erinnerungsorten werden ließ. Eine Buchpräsentation mit dem Autor, moderiert von Jörg Morré, vom 22. Juni 2021

Von der letzten Zerstörung. Die Zeitschrift „Fun letstn churbn” der Jüdischen Historischen Kommission in München 1946–1948

In der Zeitschrift Von der letzten Zerstörung publizierte Israel Kaplan, selbst Überlebender der Shoah, von 1946 bis 1948 viele Zeugnisse jüdischer Verfolgter des NS-Regimes. Sie berichteten über den Alltag, die Verfolgung und Ermordung der Juden in ihren früheren Heimatorten, in zahllosen Ghettos und Lagern sowie über Aktionen jüdischen Widerstands. Am 8. Juni 2021 las Ruth Reinecke, nach einer Einführung von Frank Beer und Markus Roth, eine Auswahl dieser Berichte.

Entnazifizierungsgeschichten. Die Auseinandersetzung mit der eigenen NS-Vergangenheit in der frühen Nachkriegszeit

In ihrem Buch „Entnazifizierungsgeschichten“ (2020) zeigt Hanne Leßau, dass die durch die Alliierten in Gang gesetzte politische Überprüfung nach 1945 unter den Deutschen eine intensivere und ernsthaftere Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit im Nationalsozialismus angestoßen hat, als bisher vermutet wurde. Am 25. Mai 2021 stellte Hanne Leßau im Gespräch mit Michael Wildt ihr Buch vor.

Wie hörte sich die Vernichtung eines Dorfes an? Erinnerungen von Überlebenden an die deutsche Vernichtungspolitik in Weißrussland 

In seinem Vortrag vom 6. Mai 2021 (moderiert von Andrej Angrick) geht Christian Gerlach (per Video zugeschaltet) der bislang wenig gestellten Frage nach, von welchen Hörerfahrungen Überlebende der deutschen Terroraktionen in Weißrussland berichtet haben, um so zu neuen Erkenntnissen über das Verhalten der Täter, die Organisation der Taten und die Reaktionen der Opfer zu gelangen.

Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht

Eröffnung der Ausstellung vom 27. April 2021 mit Andrea Riedle, Bundesjustizministerin Christine Lambrecht, Kultursenator Klaus Lederer, Sybille Steinbacher (Direktorin des Fritz Bauer Insituts in Frankfurt/M.) und Ausstellungskuratorin Monika Boll

80 Jahre danach: Das „Haus der Flieger“ und die „Euthanasie“-Verbrechen. Die Juristenkonferenz vom April 1941

Im April 1941 wurde das heutige Abgeordnetenhaus, damals „Haus der Flieger“ genannt, zum Schauplatz einer Konferenz, bei der, auf Initiative des amtierenden Justizministers Franz Schlegelberger, die Elite der deutschen Justiz über die seit Anfang 1940 unter dem Tarnnamen „Aktion T 4“ praktizierte Ermordung von psychisch kranken, behinderten oder sozial ausgegrenzten Menschen informiert wurde. Am 19. April 2021 erinnerte eine Veranstaltung im Abgeordnetenhaus von Berlin an diese Konferenz.

Rassenforschung und -anthropologie im Nationalsozialismus

In seinem Vortrag vom 23. März 2021 zeigt Paul Weindling (per Video aus Oxford zugeschaltet), wie Rassenforscher die Durchsetzung von NS-Maßnahmen als Gelegenheit für ihre Forschung nutzten und analysiert das Geflecht aus entgrenzter Wissenschaft und der Radikalisierung der Verfolgungsmaßnahmen.

Die Verfolgung und Ermordung der Juden in Tarnów. Eine polnisch-jüdische Stadt unter deutscher Besatzung 1939–1945

In dem Vortrag vom 23. Februar 2021, moderiert von Ulrich Baumann, geht Agnieszka Wierzcholska vor allem der Frage der Beziehungen zwischen polnischen Juden und Nichtjuden in Tarnów nach. Wie interagierte die jüdische und die römisch-katholische Bevölkerung in der Stadt nach dem deutschen Einmarsch und der Etablierung eines Terrorregimes, das die gesamte Bevölkerung betraf, ihren jüdischen Teil aber von Beginn an auf die niedrigste Stufe der rassistischen Hierarchie stellte und schließlich zum Tode verurteilte?

Fotografien aus den Lagern des NS-Regimes. Beweissicherung und ästhetische Praxis

In dem Sammelband „Fotografien aus den Lagern des NS-Regimes“ (2019), den Andrea Genest, Lukas Meissel und Hildegard Frübis am 9. Fenruar 2021 im Auditorium vorstellten, reicht der thematische Bogen der Beiträge von den privaten Knipser-Fotografen aus den Reihen der SS über die Fotografien des Erkennungsdienstes bis zu den heimlichen Aufnahmen von KZ-Häftlingen.

Deutsche Herrschaftswissenschaft im besetzten Polen

Während des „Dritten Reichs“ legitimierten Wissenschaftler immer wieder politische Maßnahmen: Sie lieferten Daten, Argumente und zeigten Entscheidungsalternativen auf. Hass, Bosheit und Propaganda konnte so der Anschein des Vernünftigen verliehen werden. Ein gemeinsamer Vortrag von Götz Aly und Susanne Heim vom 26. Januar 2021

Europa und seine Bürger

Die Vorträge von Hartmut Kaelble und Arnd Bauerkämper, moderiert von Andreas Nachama, vom 1. Dezember 2020 zeigen, dass das europäische Projekt keine bürgerferne Wirtschaftsbehörde blieb. Trotz aller Rückschläge machte die anfänglich passive Indifferenz der Bürgerinnen und Bürger zunehmend der Interessiertheit und der aktiven Beteiligung Platz.

Deutsches Reich und Protektorat Böhmen und Mähren April 1943–1945

Der 11. Band der Dokumentenedition „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945“, der in dieser Veranstaltung vom 17. November 2020 präsentiert wurde, gibt einen Einblick in das Schicksal der letzten verbliebenen Juden im Deutschen Reich vom Frühjahr 1943 bis zum Kriegsende im Mai 1945 und dokumentiert die antijüdische Politik der deutschen Behörden im Protektorat und die Situation im Getto bis zur Befreiung. Nach einer Einführung von Dieter Pohl und der Bandpräsentation durch Lisa Hauff liest Anette Daugardt ausgewählte Dokumente.

Der kalte Blick. Letzte Bilder jüdischer Familien aus dem Ghetto von Tarnów

Eröffnung der Ausstellung vom 20. Oktober 2020 mit Andrea Riedle, Staatsministerin Monika Grütters, Botschafter Andrzej Przyłębski, Katrin Volland (Generaldirektorin des Naturhistorischen Museums Wien) und Ausstellungskuratorin Margit Berner

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