Dienstag, 21. Januar 2020 17:30 Uhr

„Eine blonde Provinz” – Polen und der deutsche Rassenwahn

Dokumentation, RBB/ARTE 2009, 52 min

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

Nach dem deutschen Überfall auf Polen im September 1939 wurden Tausende Polen vertrieben, deportiert und umgebracht. In den folgenden Monaten nahmen die Nazis im neugeschaffenen „Reichsgau Wartheland“ eine ethnische Neuordnung vor; Hunderttausende Vertriebene mussten den „Volksdeutschen“ weichen, die vor allem aus der sowjetischen Einflusszone „heimgeholt“ wurden. Für die jüdischen Polen begann ein Leidensweg, der für die meisten in den Vernichtungslagern endete.

Der Film stellt drei Männer vor, die beim deutschen Überfall auf Polen noch Kinder waren und deren Schicksal mit der Stadt Poznań/Posen verbunden ist: Zwi Steinitz aus Tel Aviv, der nach 70 Jahren zum ersten Mal wieder in sein Geburtsland reiste, um den Ort zu besuchen, an dem seine Eltern ermordet wurden. Henryk Jaszcz, der nach dem Überfall vergeblich seine Eltern in Poznań suchte und dessen Weg in den Widerstand führte. Und Dieter Bielenstein, der als Zwölfjähriger mit seinen Eltern aus Lettland nach Poznań kam.

Im Anschluss (19 Uhr): Vortrag und Podiumgespräch Umsiedlung und Vertreibung im „Warthegau” 1939/40