Geschichte statt Mythen. Rechtsextremen Geschichtsumdeutungen begegnen
Die systematische Umdeutung und Relativierung der nationalsozialistischen Ver-gangenheit gehört zum Kernbestand rechtsextremer Ideologie. Wer autoritäre, nationalistische und völkische Politik wieder als Alternative zur liberalen Demokratie darstellen will, kommt an der NS-Geschichte nicht vorbei. Mythen und bewusste Falschdar-stellungen über die Ursachen des Zweiten Weltkriegs sind ebenso verbreitet wie die Verharmlosung von NS-Verbrechen. Solche geschichtsrevisionistischen Argumenta-tionen sind längst kein Randphänomen mehr. Sie erreichen über soziale Medien ein Publikum weit über das rechtsextreme Milieu hinaus.
Das Projekt „Geschichte statt Mythen“, eine Kooperation der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, gefördert von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft, dokumentiert und analysiert Herkunft, Funktion und Kontinuität dieser Umdeutungen. Berit Kö und Jakob Schergaut berichten aus ihrer Arbeit und stellen anhand konkreter Beispiele gängige Strategien und Erzählmuster der extremen Rechten vor – und was sich ihnen entgegensetzen lässt.
Jens-Christian Wagner ist Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und Professor für Geschichte in Medien und Öffentlichkeit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Er ist Leiter des Projekts „Geschichte statt Mythen“.
Berit Kö ist seit September 2025 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Geschichte statt Mythen“. Sie studierte Germanistik und Europäische Geschichte. In ihrer Dissertation an der Universität Jena untersuchte sie den Zusammenhang zwischen romantischem Denksystem und rechtsextremen Ideologien.
Jakob Schergaut ist seit August 2024 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt „Geschichte statt Mythen“. Er hat Sozialwissenschaften (M.A.) studiert. In seiner Forschung befasst er sich mit Ansätzen zur Erklärung rechtsextremer Einstellungsmuster, mit Antisemitismus sowie mit unterschiedlichen Formen des Geschichtsrevisionismus.
Andrea Riedle ist Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors.
- Einführung
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Prof. Dr. Jens-Christian Wagner, Weimar
- Vortrag
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Berit Kö und Jakob Schergaut, Jena
- Moderation
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Dr. Andrea Riedle, Berlin
- Wann
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Dienstag, 17. November 2026 19:30 Uhr
- Wo
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Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg - Gemeinsam mit
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Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Friedrich-Schiller-Universität Jena
- Hinweis
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