Date Dienstag, 27. November 2012, 19:00 Uhr
Ort Vor Ort
Format Buchpräsentation

Das SS-Helferinnenkorps. Ausbildung, Einsatz und Entnazifizierung der weiblichen Angehörigen der Waffen-SS 1942–1949

Kosten: Eintritt frei

Das SS-Helferinnenkorps wurde 1942 von Reichsführer-SS Heinrich Himmler gegründet. Nach der Ausbildung auf der Reichsschule-SS in Oberehnheim arbeitete die Mehrzahl der SS-Helferinnen im Einsatzbereich des Nachrichtenverbindungsdienstes.
In ihrer biografisch-statistischen Studie Das SS-Helferinnenkorps. Ausbildung, Einsatz und Entnazifizierung der weiblichen Angehörigen der Waffen-SS 1942–1949 (2011) rekonstruiert Jutta Mühlenberg anhand zahlreicher Quellen die Organisationsgeschichte des SS-Helferinnenkorps. Geschildert werden dessen Gründung und Aufbau, die Rekrutierungspraxis, die Ausbildung und Einsätze der SS-Helferinnen – u.a. im Kommandanturstab des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz –, sowie die Motive der Frauen für den Eintritt in die SS und der aktiven Mitarbeit in der SS. Die Studie zeigt, mit welcher Selbstverständlichkeit viele Frauen in den Dienststellen der SS tätig waren und sein wollten und wie sie zur Aufrechterhaltung des NS-Herrschaftssystems in den letzten Kriegsjahren mit beitrugen.

Jutta Mühlenberg, 1967 geboren, arbeitet als Lektorin und Wissenschaftsredakteurin. Sie absolvierte ein Studium der Germanistik, Geschichte und Politik und war von 2001 bis 2004 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Team der Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941–1944”. 2009 wurde sie mit der vorliegenden Studie an der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg promoviert.

Insa Eschebach, 1954 geboren, ist Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind die Geschichte und Nachgeschichte des Nationalsozialismus sowie Frauen- und Geschlechtergeschichte.

Vortrag

Dr. Jutta Mühlenberg, Hamburg

Moderation

Dr. Insa Eschebach, Fürstenberg/H.

Veranstaltungsort

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg

Partner

Gemeinsam mit der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück

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