Das Massaker von Katyn | Katyń
Spielfilm, Polen 2007, 122 Minuten, OmdU , Regie: Andrzej Wajda
Nach dem Überfall der Wehrmacht auf Polen im September 1939 besetzt die Rote Armee auf Grundlage des Hitler-Stalin-Pakts die Osthälfte des Landes. Tausende polnischer Offiziere geraten in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Unter ihnen ist auch Andrzej, dessen Frau Anna vergeblich um seine Freilassung kämpft. Während sein Vater von den deutschen Besatzern verhaftet und in das Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert wird, verschleppt die sowjetische Geheimpolizei Andrzej mit Tausenden weiterer Offiziere. Anna erhält keine Nachrichten mehr von ihrem Mann. Als die Wehrmacht 1943 bei Katyń auf Massengräber polnischer Soldaten stößt, nutzen die deutschen Besatzer dies für ihre antisowjetische Propaganda. Anna kämpft mit den Angehörigen der Verschwundenen um die Wahrheit. Die Sowjets, die ab 1944 ganz Polen besetzen und der kommunistischen Herrschaft unterwerfen, setzen Anna unter Druck und verbreiten die Lüge, dass die Deutschen für den Massenmord in Katyń verantwortlich seien.
Katyń ist ein sehr persönliches Alterswerk von Andrzej Wajda (1926–2016). Mit dem Film thematisiert er ein Trauma der polnischen Geschichte, das ihn unmittelbar betraf. Wajdas Vater Jakub, ein Offizier der polnischen Armee, wurde 1939 von der sowjetischen Geheimpolizei verschleppt und erschossen. Erst nach dem Ende des kommunistischen Regimes war es möglich, in Polen an das Verbrechen von Katyń zu erinnern und es zum Gegenstand eines Spielfilms zu machen.
Claudia Weber ist Professorin für Europäische Zeitgeschichte an der Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. Zu ihren Veröffentlichungen gehören Der Pakt. Stalin, Hitler und die Geschichte einer mörderischen Allianz (2019) und Krieg der Täter. Die Massenerschießungen von Katyń (2015).
Andreas Mix ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Ausstellungskurator der Stiftung Topographie des Terrors.
- Im Anschluss
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Podiumsgespräch zum Spielfilm mit Prof. Dr. Claudia Weber, Frankfurt/Oder, und Andreas Mix, Berlin
- Wann
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Donnerstag, 10. September 2026 19:00 Uhr
- Wo
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Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg - Gemeinsam mit
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Polnisches Institut Berlin
- Hinweise
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Im Rahmen von filmPOLSKA 2026
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