Armee des Rückzugs. Die Wehrmacht an der Ostfront 1941–1945
47 Monate dauerte der deutsche Krieg gegen die Sowjetunion. Mehr als 30 Monate davon war die Wehrmacht auf dem Rückzug. Und doch stehen in der Erinnerung wie in der Geschichtsschreibung zumal in Deutschland vor allem die Siege der Wehrmacht im Vordergrund.
In seinem Buch Armee des Rückzugs. Die Wehrmacht an der Ostfront 1941–1945 (2025) untersucht Christian Stein die Rückzugsbewegungen der Wehrmacht von der Jahreswende 1941/42 über die Niederlage bei Stalingrad im Februar 1943 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Als Leitschnur für eine neue Geschichte der deutschen Streitkräfte auf ihrem Weg in die Niederlage dient dem Autor die Frage, wie sich die Konzepte, Praktiken, Auswirkungen und Wahrnehmungen der Wehrmachtsrückzüge im Krieg gegen die Sowjetunion entwickelten. Die Tatsache, dass die deutschen Truppen den gesamten deutsch-sowjetischen Krieg vor allem als Vernichtungskrieg führten, gilt dabei auch für die Zeit ihrer Rückzüge. Die Wehrmacht hinterließ riesige Gebiete Osteuropas weitgehend ausgeraubt, entvölkert und verwüstet. Sie zerstörte zehntausende von Dörfern und Städten. Hunderttausende kamen dabei ums Leben. Millionen Menschen wurden verschleppt.
Christian Stein ist Historiker. Nach einem Studium der Geschichte, Politik- und Wirtschaftswissenschaften war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Histo-rischen Institut Moskau, am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte sowie bei der Forschungsgruppe Zeitgeschichte der Universität Freiburg tätig. Mit der vorliegenden Studie wurde er an der Universität Freiburg promoviert.
Jörg Morré, Historiker, ist Direktor des Museums Berlin-Karlshorst, das mit der Dauerausstellung „Deutschland und die Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg“ an alle sowjetischen Opfer des deutschen Vernichtungskriegs erinnert.
- Buchpräsentation
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Dr. Christian Stein, Freiburg
- Moderation
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Dr. Jörg Morré, Berlin
- Wann
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Dienstag, 17. Februar 2026 19:00 Uhr
- Wo
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Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg - Gemeinsam mit
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Museum Berlin-Karlshorst
- Hinweis
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