Führungen und Workshops

 

II) Der Flughafen Tempelhof: Luftfahrtrüstung und Zwangsarbeit

Für die Geschichte der Zwangsarbeit in Berlin ist der Flughafen Tempelhof ein exemplarischer Ort. In den Hangars des Flughafenneubaus wurde ab Dezember 1939 der einmotorige Sturzkampfbomber Ju 87 gefertigt - 1939/40 eines der Symbole des Blitzkriegs. Für die Montage der Kriegsflugzeuge wurden ins Deutsche Reich verschleppte Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und mehr oder weniger freiwillige Zivilbeschäftigte sowie Berliner Jüdinnen und Juden eingesetzt.

Auf die Geschichte des Krieges und der Zwangsarbeit auf dem Flughafengelände verweisen heute nur noch wenige Spuren. Ausgehend von der Gegenüberstellung historischer und aktueller Stadtpläne sowie der Beschäftigung mit biografischen Quellen, wird im Workshop danach gefragt, was überhaupt noch zu finden sein könnte. Die Teilnehmenden machen sich daraufhin gemeinsam auf die Spurensuche.