Dienstag, 20. September 2022 19:00 Uhr

Hannah Arendt: Eichmann in Jerusalem. Ein Bericht von der Banalität des Bösen

Buchpräsentation: Prof. Dr. Thomas Meyer, München, und Prof. Dr. Helmut König, Aachen/Berlin
Moderation: Dr. Andrea Riedle, Berlin

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

Der Prozess gegen den ehemaligen SS-Obersturmbannführer und Leiter des „Judenreferats” im Reichssicherheitshauptamt Adolf Eichmann begann am 11. April 1961 in Jerusalem. Bereits Mitte Dezember 1961 sprach das Gericht ihn schuldig und verurteilte Eichmann für die Organisation des Holocaust zum Tode. Unter den zahlreichen Prozessbeobachterinnen und -beobach­tern aus aller Welt befand sich auch Hannah Arendt. Ihr Prozessbericht erschien zunächst 1963 in der Zeitschrift New Yorker und wurde im gleichen Jahr in den USA und Großbritannien in Buchform veröffentlicht. Im Jahr darauf publizierte der Piper Verlag, München, die von Arendt durchgesehene Übersetzung. Bei ihrem Erscheinen löste die Reportage in den USA, Israel und Deutschland heftige Kontroversen aus – und wurde zu einem Klassiker wie kaum ein anderes vergleichbares Werk zur Zeitgeschichte und ihrer Deutung.

Thomas Meyer, 1966 geboren, ist Professor für Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er ist Herausgeber der Studienausgabe der Schriften Hannah Arendts, in der bereits sechs Bände erschienen sind. Insgesamt sind 12 Bände geplant.

Helmut König, 1950 geboren, ist Professor em. für Politische Theorie und Ideengeschichte am Institut für Politische Wissenschaft der RWTH Aachen. Für die Neuedition von Hannah Arendts Buch Eichmann in Jerusalem (2022) hat er ein ausführliches Nachwort verfasst.

Andrea Riedle ist Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors.

Für die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 15. September:
veranstaltungen@topographie.de (Telefon 030 254509-0)