Dienstag, 19. Oktober 2021 19:00 Uhr

Filme über Vernichtung und Befreiung. Die Rhetorik der Filmdokumente aus Majdanek 1944–1945

Vortrag: Dr. habil. Natascha Drubek-Meyer, Berlin
Moderation: Andreas Mix, Stiftung Topographie des Terrors, Berlin

Die Teilnahme ist vor Ort (mit Anmeldung*) oder
per Livestream möglich:

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

https://www.topographie.de/livestream/

Das nationalsozialistische Konzentrations- und Vernichtungslager Lublin-Majdanek in Polen war 1944 das erste Lager, das von der Roten Armee befreit wurde. Von den Deutschen am 22. Juli endgültig geräumt, wurde es am 23. Juli von sowjetischen Einheiten erreicht. Sowjetische und polnische Kameraleute nahmen nun Filmmaterial auf, das in Moskau zu einer polnischen und einer russischen Version verarbeitet wurde. Die Uraufführung der polnischen Version erfolgte im November 1944 anlässlich des ersten Strafprozesses gegen ehemalige Angehörige des Lagerpersonals in Lublin.
In ihrem Buch Filme über Vernichtung und Befreiung. Die Rhetorik der Filmdokumente aus Majdanek 1944–1945 (2020) schildert Natascha Drubek-Meyer die politische Situation in Lublin und Warschau im Sommer 1944, bezieht unbekannte Quellen ein, darunter Dokumente zur sowjetischen Zensur, und erörtert, warum keine der beiden Filmversionen den Holocaust zu ihrem Thema machen konnte.


*Anmeldung:

Für die Teilnahme an dieser Veranstaltung vor Ort ist eine Anmeldung bis 17.10.2021 erforderlich: veranstaltungen(at)topographie.de 
Bitte übermitteln Sie mit Ihrer Anmeldung folgende Angaben (ggf. auch für Ihre Begleitung):
Vorname und Name, E-Mail-Adresse oder Postanschrift, Telefon.
Bei Anmeldung per E-Mail erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung.

Die Teilnahme ist nur möglich mit Nachweis (vorzulegen am Einlass)

– eines negativen Corona-Tests innerhalb der letzten 24 Stunden oder
– einer seit 14 Tagen abgeschlossenen Corona-Schutzimpfung oder
– der Genesung, mindestens 28 Tage, höchstens 6 Monate zurückliegend.

Während des gesamten Aufenthalts im Gebäude ist eine medizinische oder FFP2-Maske zu tragen.

Begrenzte Platzzahl. Bitte haben Sie Verständnis, falls wir nicht alle Teilnahmewünsche berücksichtigen können.