Filmbeiträge zum historischen Ort „Topographie des Terrors“

Auf dem Gelände der heutigen „Topographie des Terrors“ befanden sich zwischen 1933 und 1945 die wichtigsten Institutionen des nationalsozialistischen Verfolgungs- und Terrorapparates von SS und Polizei: das Geheime Staatspolizeiamt mit eigenem „Hausgefängnis”, die Reichsführung-SS, der Sicherheitsdienst (SD) der SS und ab 1939 das Reichssicherheitshauptamt.

Die folgenden Filme geben erste Einblicke in den historischen Ort und seine heutigen Spuren sowie die gewaltsame Errichtung des Terrorapparates 1933. Sie beschreiben Rolle und Aufgaben einzelner Institutionen und erläutern ihre Beteiligung an den europaweit begangenen NS-Verbrechen.

„Topographie des Terrors“ – Geschichte und Bedeutung

In ihrer Einführung zur Geschichte der „Topographie des Terrors“ lädt die Direktorin der Stiftung Dr. Andrea Riedle Sie ein, die Bedeutung dieses Ortes im Zentrum Berlins näher kennenzulernen.

 

 

Der Frühe Terror – Das Jahr 1933

Der Referent Jan-Paul Hartmann erläutert die schnellen Schritte des Diktaturaufbaus und die Mittel, die von der Partei und der SS ergriffen wurden, um ihre Macht zu festigen und vermeintliche Gegner auszuschalten.

Die Gestapo – Die politische Polizei

Der Referent Florian Kemmelmeier beschreibt die neuen Aufgaben der Politischen Polizei im NS-Staat, das Vorgehen der Gestapo bei der sogenannten Gegnerbekämpfung und regt zum Nachdenken über die Rolle der deutschen Bevölkerung an.

Der Sicherheitsdienst der SS (SD) – Die Rolle des NS-Geheimdienstes

Der Referent Tom Werner beschreibt den Aufbau des parteieigenen Nachrichtendienstes der Nationalsozialisten, seine Aufgaben in den ersten Jahren bis Kriegsbeginn und den Einfluss seines Leiters Reinhard Heydrich.

Das Reichssicherheitshauptamt – Machtzentrale im Vernichtungskrieg

Die Befehle des RSHA steuerten maßgeblich die Verfolgungs- und Vernichtungspolitik des NS-Regimes. In diesem Film erläutert der Referent Jan Martin Ogiermann Ziele und Umsetzung dieser Politik.

Die Rolle der Kriminalpolizei bei den NS-Verbrechen

Anhand der Verfolgungsgeschichte des Sinto Otto Rosenberg zeigt die Referentin Susanne Rohland, wie die Kriminalpolizei maßgeblich an der Bekämpfung vermeintlicher Gegner und an den NS-Verbrechen beteiligt gewesen war.

Wir bedanken uns bei allen Beteiligten, die an der Realisierung der Filme mitgewirkt haben, besonders bei den im Auftrag des Berliner Museumsdienstes in der „Topographie des Terrors“ tätigen Referentinnen und Referenten.