Zwei Nazi-Forscherinnen auf den Pfaden der Rassentheorie

Mittwoch, 21. Oktober 2020

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Die Wissenschaft beteiligte sich am Holocaust. Das beweist eine Schau in Berlin. Sie zeigt, wie zwei Forscherinnen ins polnische Tarnów kamen, um Juden vor deren Tod zu vermessen.

Ausstellung „Der kalte Blick”

Dienstag, 20. Oktober 2020

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Ende 1941 hatten das Institut für Deutsche Ostarbeit in Krakau, eine Art wissenschaftliche Ideenfabrik, und das wissenschaftliche Institut Wien zwei Anthropologinnen darauf angesetzt, die typischen Rassemerkmale sogenannter Ostjuden zu erfassen. „Diese Fotos erinnern an erkennungsdienstliche Fotos der Kriminalpolizei”, sagt die neue Direktorin der Stiftung Topographie des Terrors, Andrea Riedle.

„Der kalte Blick” der Wissenschaft

Dienstag, 20. Oktober 2020

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Die Berliner Topographie des Terrors zeigt ab heute Bilder jüdischer Familien aus dem Jahr 1942. Zwei Wiener Wissenschaftlerinnen fotografierten damals in der besetzten polnischen Stadt Tarnów. Ihr Projekt sollte der „Erforschung typischer Ostjuden” dienen. Von den 565 Menschen überlebten nur 26 den Holocaust.

Das Familienalbum der Nazi-Mörder

Mittwoch, 29. Januar 2020

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Die jetzt aufgetauchten Dokumente, die am Dienstag bei der Präsentation des Buchs „Fotos aus Sobibor” (29 Euro, Metropol-Verlag, Berlin) in der Topographie des Terrors gezeigt wurden, geben erstmals Einblick in das Lager - und die menschenverachtende Selbstinszentierung eines NS-Massenmörders.

Lesungen zum Holocaust-Gedenken: Dem Vergessen entrissen

Sonntag, 26. Januar 2020

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Welches Grauen drohte, kann man sich am Dienstag in der „Topographie des Terrors” anschauen. Dort werden erstmals Fotos aus der sogenannten Niemann-Sammlung präsentiert. Johann Niemann war stellvertretender Kommandant des Vernichtungslagers Sobibor, und vor kurem wurden mehr als 350 Fotos aus seinem Besitz entdeckt.

Vor aller Augen

Dienstag, 31. Dezember 2019

Judenverfolgung in den Niederlanden - Ausstellung in der Topographie des Terrors ... mehr

Als die deutsche Wehrmacht im Mai 1940 die Niederlande überfiel, lebten dort etwa 140.000 Juden. 107.000 von ihnen wurden in Konzentrations- oder Vernichtungslager deportiert. 102.000 sind dort ermordet worden oder in der Haft gestorben.

„Politik ist nicht hilfreich”

Samstag, 28. Dezember 2019

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Ich denke, wenn man anfängt, an verschiedenen Stellen viele Versöhnungsprojekte zu unternehmen, entfalten sie schon irgendwann Wirkung - so wie seinerzeit die Entspannungspolitik von Willy Brandt gegenüber dem Osten.

Sprechzimmer der Geschichte

Montag, 9. Dezember 2019

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Es wird eng in der Ausstellung Topographie des Terrors. Obwohl es erst später Vormittag ist, drängen sich etliche Schüler und Erwachsene in dem Dokumentationszentrum und studieren die Schautafeln. „Ab und zu fixiere ich einzelne Besucher, um zu sehen, wo und wie lange sie stehen bleiben, um Fotos und Infotexte zu betrachten und zu lesen”, sagt Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors.

„Das verschlägt einem den Atem”

Montag, 18. November 2019

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(Tagesspiegel) Haben Sie selbst Antisemitismus erlebt?

(Nachama) Es gab einige wenige Situationen in meinem Leben, die ich als sehr unangenehm empfunden habe. Eine davon war, als ich als Quotenjude nachträglich in die Antisemitismus-Kommission des Bundestages berufen wurde. Das würde ich nie wieder machen, im Nachhinein in ein solches Expertengremium gehen.

Holocaust in den Niederlanden Der Blick von Tätern und Opfern auf die Judenverfolgung

Montag, 4. November 2019

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Die hier gezeigte Auswahl fotografischer Bildquellen konfrontiert uns in großer Unmittelbarkeit und Prägnanz mit der Geschichte der Verfolgung der Juden in den Niederlanden 1940-1945. Gleichzeitig lässt sie erkennen, dass Fotos der Kontextualisierung bedürfen, um in ihnen gespeicherte historische Informationen entschlüsseln und quellenkritisch einordnen zu können. Der große amerikanische Fotograf Richard Avedon brachte es auf den Punkt: „Alle Fotografien sind genau. Keine ist die Wahrheit.”