Dienstag, 26. November 2019 19:00 Uhr

Paul Schultze-Naumburg. Die Netzwerke des Kultur- und Rassentheoretikers

Vortrag:
Rainer Schmitz, Darmstadt, und Johanna Söhnigen, Berlin
Moderation: Prof. Dr. Andreas Nachama, Berlin

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

Anlässlich der Präsentation der Medienstation „Paul Schultze-Naumburg” vom 27. November 2019 bis zum 1. März 2020 im Foyer des Dokumentationszentrums

Der Architekt Paul Schultze-Naumburg (1869–1949) war im Kaiserreich auch als Publizist erfolgreich tätig. Er engagierte sich in verschiedenen Künstlervereinigungen, war in völkischen Netzwerken aktiv und hatte enge Kontakte in die Reichskanzlei. In der Weimarer Republik trat er durch rassentheoretische Schriften hervor, darunter das Buch „Kunst und Rasse”. 1930 trat er in die NSDAP ein, 1932 wurde er Reichstagsabgeordneter. Als Mitglied im „Sachverständigenbeirat für Bevölkerungs- und Rassenpolitik” wirkte er nach 1933 auch an der nationalsozialistischen Rassengesetzgebung mit.

In ihrem Vortrag geben Rainer Schmitz und Johanna Söhnigen einen Überblick über die Inhalte der Medienstation „Paul Schultze-Naumburg. Die Netzwerke des Kultur- und Rassentheoretikers”. Die Darstellung seiner weitgespannten Netzwerke veranschaulicht sein einflussreiches Wirken von der Zeit des Kaiserreichs bis zur NS-Zeit.
Die Konzeption der Medienstation entstand im Rahmen des DFG-Projekts „Paul Schultze-Naumburg und die Ästhetik des deutschen Volkstums in Architektur und Gartenkultur” – eines Kooperationsprojekts der Universität der Künste Berlin (Prof. Gert Gröning) und der Technischen Universität Darmstadt (Prof. Werner Durth).

Einladung (PDF)