Dienstag, 15. Oktober 2019 19:00 Uhr

Das Jahr 1944

Vortrag: Prof. Dr. Andreas Nachama, Berlin
Moderation: Dr. Christine Glauning, Leiterin des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit der Stiftung Topographie des Terrors, Berlin

Im Rahmen der Reihe 12 Jahre, 3 Monate, 8 Tage. Andreas Nachama über die Zeit des Nationalsozialismus

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

Durch den fortdauernden Krieg und die anhaltenden Rüstungsanstrengungen wurden immer mehr ausländische Arbeitskräfte zur Zwangsarbeit im Deutschen Reich verpflichtet. Seit Januar waren die deutschen Truppen in der Sowjetunion weiter auf dem Rückzug. Im März marschierte die Wehrmacht in Ungarn ein, ein großer Teil der jüdischen Bevölkerung wurde nach Auschwitz deportiert. Am 6. Juni begann die Invasion der Alliierten an der französischen Küste. Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler am 20. Juli ging die Gestapo in großangelegten Verhaftungswellen gegen den Widerstand vor. Im September wurde der nur unzureichend ausgerüstete „Volkssturm” aufgestellt.
In seinem Vortrag beleuchtet Andreas Nachama wesentliche Etappen der Kriegsentwicklung im Jahr 1944 sowie die Auswirkungen auf die deutsche Bevölkerung.

Andreas Nachama, 1951 geboren, ist Direktor der Stiftung Topographie des Terrors. Von 2005 bis 2013 war er Gründungsdekan und Professor am Lander Institute for Communication about the Holocaust and Tolerance des Touro College Berlin. Seit 2000 ist er Rabbiner der Synagoge Sukkat Schalom, Berlin. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Werke zur Geschichte und Nachgeschichte des Nationalsozialismus sowie zur jüdischen Geschichte, Religion und Kultur.

Einladung (PDF)