Dienstag, 10. September 2019 19:00 Uhr

Das Jahr 1943

Vortrag: Prof. Dr. Andreas Nachama, Berlin
Moderation: Daniela Geppert, Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit der Stiftung Topographie des Terrors, Berlin

Im Rahmen der Reihe 12 Jahre, 3 Monate, 8 Tage. Andreas Nachama über die Zeit des Nationalsozialismus

Dokumentationszentrum Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

Die Kapitulation der deutschen 6. Armee in Stalingrad im Februar 1943 wurde zum Symbol der Kriegswende. Joseph Goebbels reagierte darauf mit dem Aufruf zum „totalen Krieg” im Berliner Sportpalast. Eine nochmalige Steigerung der deutschen Rüstungsproduktion setzte ein. Durch den Einsatz westalliierter Truppen kam es zur Niederlage in Nordafrika und zum Umsturz in Italien; im Sommer scheiterte die letzte deutsche Offensive bei Kursk. Seit Anfang 1943 intensivierten die Alliierten auch die Luftangriffe auf deutsche Städte. Hamburg wurde weitgehend zerstört. Nach innen wie nach außen setzte das NS-Regime verstärkten Terror ein. Zahlreiche Mitglieder des Widerstandskreises in der militärischen Abwehr wurden verhaftet.
In seinem Vortrag beschreibt Andreas Nachama die Wende des Zweiten Weltkriegs im Jahr 1943 und analysiert die Reaktionen des NS-Regimes.

Andreas Nachama, 1951 geboren, ist Direktor der Stiftung Topographie des Terrors. Von 2005 bis 2013 war er Gründungsdekan und Professor am Lander Institute for Communication about the Holocaust and Tolerance des Touro College Berlin. Seit 2000 ist er Rabbiner der Synagoge Sukkat Schalom, Berlin. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Werke zur Geschichte und Nachgeschichte des Nationalsozialismus sowie zur jüdischen Geschichte, Religion und Kultur.

Einladung (PDF)