Dienstag, 7. Mai 2019 19:00 Uhr

Das Jahr 1941

Vortrag: Prof. Dr. Andreas Nachama, Berlin
Moderation: Andreas Sander, von 1989 bis 2018 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Topographie des Terrors, Berlin

Im Rahmen der Reihe 12 Jahre, 3 Monate, 8 Tage. Andreas Nachama über die Zeit des Nationalsozialismus

Dokumentationszentrum Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

Im April erfolgte der deutsche Überfall auf Jugoslawien und Griechenland. Im Juni 1941 begann der deutsche Eroberungs- und Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion. Das kommunistische Land sollte zerschlagen und neuer „Lebensraum im Osten” erobert werden. Mit dem Vormarsch der Wehrmacht und den Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD in ihrem Gefolge setzten auch Massenerschießungen sowjetischer Juden ein. Der deutsche Plan, die Rote Armee in drei Monaten zu besiegen, scheiterte. Im Dezember 1941 traten die USA in den Krieg ein. 1941/42 entstand im Reichssicherheitshauptamt der „Generalplan Ost”.
In seinem Vortrag gibt Andreas Nachama einen Überblick über die Fortsetzung der deutschen Angriffskriege im Jahr 1941 und dokumentiert insbesondere die nationalsozialistischen Gewaltverbrechen in der Sowjetunion.

Andreas Nachama, 1951 geboren, ist Direktor der Stiftung Topographie des Terrors. Von 2005 bis 2013 war er Gründungsdekan und Professor am Lander Institute for Communication about the Holocaust and Tolerance des Touro College Berlin. Seit 2000 ist er Rabbiner der Synagoge Sukkat Schalom, Berlin. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Werke zur Geschichte und Nachgeschichte des Nationalsozialismus sowie zur jüdischen Geschichte, Religion und Kultur.

Einladung (PDF)