Dienstag, 23. Oktober 2018 19:00 Uhr

Das Jahr 1936

Vortrag: Prof. Dr. Andreas Nachama, Berlin
Moderation: Dr. Thomas Lutz, Stiftung Topographie des Terrors, Berlin

Im Rahmen der Reihe 12 Jahre, 3 Monate, 8 Tage. Andreas Nachama über die Zeit des Nationalsozialismus

Dokumentationszentrum Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

Mit erheblichem Aufwand wurden 1936 die Olympischen Spiele in Deutschland inszeniert. Während einerseits im August in Berlin das „Fest der Völker” zelebriert wurde, verschärfte das NS-Regime andererseits seine Verfolgungsmaßnahmen und ließ nahezu zeitgleich in Oranienburg das Konzentrationslager Sachsenhausen errichten. Im Oktober trat der „Vierjahresplan” in Kraft, der darauf zielte, die deutsche Wirtschaft in vier Jahren „kriegsfähig” und die Armee „einsatzfähig” zu machen. Bereits im März hatte die Wehrmacht vertragswidrig das Rheinland besetzt, im Sommer fiel die Entscheidung für das militärische Eingreifen in den spanischen Bürgerkrieg.
In seinem Vortrag gibt Andreas Nachama einen Überblick über die Ereignisse im Jahr 1936 und zeigt die Spannweite der nationalsozialistischen Politik zwischen glänzender Fassade und Kriegsvorbereitung.

Andreas Nachama, 1951 geboren, ist Direktor der Stiftung Topographie des Terrors. Von 2005 bis 2013 war er Gründungsdekan und Professor am Lander Institute for Communication about the Holocaust and Tolerance des Touro College Berlin. Seit 2000 ist er Rabbiner der Synagoge Sukkat Schalom, Berlin. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Werke zur Geschichte und Nachgeschichte des Nationalsozialismus sowie zur jüdischen Geschichte, Religion und Kultur.

Einladung (PDF)