Donnerstag, 15. November 2018 19:00 Uhr

Das Ende der Entnazifizierung und die Folgen

Kurzvorträge:
Dr. Daniel Bohse, Historiker, Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg
Prof. Dr. Angela Borgstedt, Historikerin, Universität Mannheim

Moderation: Prof. Dr. Hermann Wentker, Historiker, Institut für Zeitgeschichte, Berlin

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

(Gemeinsam mit dem Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur)

Mit der Entnazifizierung sollten NS-Aktivisten aus leitenden Positionen entfernt werden. Betroffene mussten Fragebögen ausfüllen und sich vor Ausschüssen verantworten. Das verlief unterschiedlich. Die Amerikaner waren anfangs sehr konsequent, Briten und Franzosen eher pragmatisch. Die Sowjets nutzten die Entnazifizierung zur Etablierung der SED-Herrschaft. 1948 geriet der Prozess ins Stocken. Die Sowjets gaben das Ende der Entnazifizierung bekannt. Auch die West-Alliierten wollten die Deutschen nicht gegen sich aufbringen und stellten die Verfahren schleichend ein. Die NS-Vergangenheit sollte auf sich beruhen. NS-Aktivisten nahmen im Osten, vor allem aber im Westen rasch wieder führende Posten ein.