Montag, 15. Oktober 2018 19:00 Uhr

Das Columbia-Haus. Gestapo-Gefängnis und Konzentrationslager 1933–1936

Vortrag: Dr. des. Karoline Georg, Berlin
Moderation: Dr. Kurt Schilde, Potsdam

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Ehemaliger Flughafen Tempelhof

Veranstaltungsort:
Flughafen Tempelhof, Zollgarage
Zugang über den „Ehrenhof”, links vom Haupteingang „Zentralflughafen”
Columbiadamm 10, 12101 Berlin
Eintritt frei

Anmeldung erbeten: Telefon 030 254509-13, veranstaltungen@topographie.de

Es steht nur eine begrenzte Anzahl an Sitzplätzen zur Verfügung. Die Toiletten sind nicht barrierefrei.

Am nördlichen Rand des Tempelhofer Felds befand sich seit 1896 eine Militärstrafanstalt. Zu Beginn der NS-Zeit nutzte die Geheime Staatspolizei das Gebäude in der Columbiastraße als Gefängnis für politische Häftlinge. Im August 1934 wurde entschieden, das „Columbia-Haus” in das System der Konzentrationslager unter Aufsicht der SS zu integrieren. Bis zu seiner Schließung 1936 waren hier insgesamt mehr als 8.000 Menschen inhaftiert.
In ihrem Vortrag gibt Karoline Georg einen Überblick über die Zeit von der Entstehung bis zur Schließung des Columbia-Hauses und schildert seine Funktion als zentrales Instrument des frühen nationalsozialistischen Terrors in Berlin.

Karoline Georg, 1980 geboren, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gedenkstätte Stille Helden in der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand. Die Politologin wurde mit einer Studie über das Columbia-Haus promoviert. Zu ihren Publikationen gehört der gemeinsam mit Kurt Schilde und Johannes Tuchel vorgelegte Ausstellungsband „Warum schweigt die Welt?!” Häftlinge im Berliner Konzentrationslager Columbia-Haus 1933 bis 1936 (2013).

Kurt Schilde, 1947 geboren, Historiker und Soziologe, hat diverse Publikationen zum Columbia-Haus vorgelegt, darunter grundlegend der gemeinsam mit Johannes Tuchel verfasste Band Columbia-Haus. Berliner Konzentrationslager 19331936 (1990).