Führungen und Workshops

 

I) KZ Columbia: Berliner Konzentrationslager und früher Terror

Am Nordrand des Tempelhofer Feldes befand sich das sogenannte Columbia-Haus, das die Geheime Staatspolizei ab Juli 1933 als Gefängnis für politische Gefangene nutzte. Ab Januar 1935 wurde es in das System der Konzentrationslager integriert. Bis zu seiner Schließung im Zuge des Flughafenneubaus 1936 wurden im KZ Columbia insgesamt über 8.000 Menschen inhaftiert.

Vor Ort sind heute nur noch wenige Spuren zu sehen. In dem Workshop wird jedoch die Bedeutung des Columbia-Hauses als Ort des frühen NS-Terrors, als Gestapo-Gefängnis und Berliner Konzentrationslager über Fotodokumente und zahlreiche Zeitzeugenberichte herausgearbeitet. Im Workshop wird nach den Haftbedingungen gefragt, und danach, wer die Häftlinge waren und welche Rolle das KZ für die SS spielte.

Über die Beschäftigung mit ausgewählten Häftlings-Biographien wird in diesem Workshop auch die Verbindungen zur Gestapo-Zentrale an der Prinz-Albrecht-Straße (heute: Dokumentationszentrum Topographie des Terrors) in den Blick genommen.