Stimmen der Opfer am Ort der Täter

Samstag, 15. Oktober 2011

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„Stimmen der Opfer am Ort der Täter” lautet der Titel des neuen Bildungsangebotes zum Nationalsozialismus, das die Freie Universität Berlin und die Stiftung „Topographie des Terrors” gemeinsam entwickeln und anbieten werden. Dazu unterzeichneten Professor Peter-André Alt, Präsident der Freien Universität, und Professor Andreas Nachama, geschäftsführender Direktor der Stiftung „Topographie des Terrors”, kürzlich eine Kooperationsvereinbarung. Durch das Projekt sollen junge Besucher des Dokumentationszentrums „Topographie des Terrors” Zugang zu gefilmten Zeitzeugeninterviews erhalten, die sich insbesondere mit der Sicht der Opfer auf die Täter auseinandersetzen.

Der Tagesspiegel

Kultur ist ein Imagegewinn

Donnerstag, 15. September 2011

Berliner Museen laut Umfrage vor allem bei Touristen beliebt... mehr mehr

Die Berliner Kultureinrichtungen sind einer Umfrage zufolge bei Touristen sehr beliebt. Mehr als die Hälfte der Besucher (57 Prozent) sind Touristen, wie aus dem aktuellen Jahresbericht des Kultur-Monitorings hervorgeht. [...]

Dieses Jahr beteiligten sich erstmals die Gedenkstätten Stiftung Berliner Mauer, das Denkmal für die ermordeten Juden Europas und die Topographie des Terrors an der Besucher-Umfrage. Der Anteil der Berliner an den Besuchern von Gedenkstätten beträgt nur 12 Prozent. Von den fast 90 Prozent Touristen, die diese Orte aufsuchen, kommen knapp 52 Prozent aus dem Ausland. Von den Berlinern nichtdeutscher Herkunft besuchen laut Umfrage nur elf Prozent die Kultureinrichtungen der Stadt. „Hier gibt es noch eine Menge Hausaufgaben zu machen”, sagte Schmitz. [...]

Welt Kompakt

Studie: Kultur lockt immer mehr Berlin-Touristen

Montag, 29. August 2011

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Ohne Touristen sähen die Berliner Kultureinrichtungen ganz schön alt aus. Laut der aktuellen Kultur-Monitoring-Umfrage, die am Montag im Maxim Gorki Theater vorgestellt wurde, kommen fast 60 Prozent der Besucher nicht aus Berlin. Bei Museen sind es 75, bei Gedenkstätten wie dem Holocaust-Denkmal oder der Topographie des Terrors sogar 90 Prozent. „Berlins Kultur ist ein Tourismusmagnet”, so Kulturstaatssekretär André Schmitz bei der Vorstellung des Berichts. Mehr als das: Sie ist inzwischen der Hauptgrund, warum Besucher nach Berlin kommen. [...]

Der Tagesspiegel

Museums-Besucher meist Touristen

Montag, 29. August 2011

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Rund 57 Prozent der Besucher in den Berliner Kultureinrichtungen sind Touristen. Das ist das Ergebnis einer am Montag veröffentlichten Studie im Auftrag der Kulturverwaltung.

Besonders hoch ist der Anteil der Berlin-Besucher in den Gedenkstätten. Fast 90 Prozent der Besucher von Mauer-Gedenkstätte, Holocaust-Mahnmal und Topographie des Terrors sind Touristen, mehr als die Hälfte von ihnen aus dem Ausland. In den Berliner Museen stammen mehr als drei Viertel der Besucher nicht aus der Stadt. [...]

rbb

Klassik beim Klassiker

Mittwoch, 24. August 2011

Bei der diesjährigen Langen Nacht der Museen steht die Musik im Fokus... mehr mehr

Die Lange Nacht der Museen ist schuld. Ermutigt durch ihren Erfolg gründeten sich im Kielwasser Lange Nächte der Wissenschaften, der Sterne, der Bücher, des Shoppings, der Kirchen, der Hotelbars oder des Verbraucherschutzes – um nur einige zu nennen. Die Lange Nacht der Musik gibt es bislang nur in München. Grund genug, jenes etwas stiefmütterlich behandelte Genre in den Berliner Klassiker einzubinden. So wird sich die nächste Lange Nacht der Museen am 27. August um das Thema Musik ranken – in Anlehnung an die Ausstellung »Musik im Leben der Völker« aus den 20er Jahren, so die Veranstalter von den Berlin Kulturprojekten. In jener Exposition wurde erstmals Musik in einen interkulturellen Kontext gestellt. Über hundert Museen und Sammlungen werden sich dem Thema des nachts in Führungen und kulturellen Programmen annehmen. [...]

Die beteiligten Häuser kündigen für das nächtliche Ereignis allerlei Zusatzprogramme an. So werden im Alten Museum nicht nur in der neu gestalteten Ausstellung Griechen, Etrusker und Römer unter einem Dach vereint, sondern wird ab 20.30 Uhr der Chor der Berliner Kantorei geistliche Motetten anstimmen. Auch im Anne-Frank-Haus werden die Besucher mit Musik empfangen, im Computerspiele-Museum wird mit 80er-Jahre-Computern Retro-Sound erzeugt, und um Mitternacht trifft man sich auf dem Platz des Kulturforums, um einen der größten Chöre zu bilden, den Berlin je gehört hat. Film, Musik und Historie verband Roman Polanski meisterhaft in »Der Pianist«, der ab 20.30 Uhr vom Denkmal für die ermordeten Juden Europas präsentiert wird. Um einen Pianisten dreht sich auch der »Vortrag mit Musik« zu Karlrobert Kreiten ab 21 Uhr in der Topographie des Terrors. [...]

Neues Deutschland

Topographie des Terrors unter den TOP-10

Mittwoch, 17. August 2011

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Einer Meldung des Guardian zufolge rangiert die "Topographie des Terrors" unter den TOP-10 der Berliner Museumslandschaft.

guardian.co.uk

Topographie des Terrors – ein Ort der Erinnerung

Dienstag, 16. August 2011

Umfassendes Ausstellungs- und Bildungsangebot... mehr mehr

Das Gelände der Topographie des Terrors ist ein authentischer Ort, ein Ort der Täter. Hier unweit vom Potsdamer Platz befanden sich von 1933 bis 1945 die wichtigsten Einrichtungen des nationalsozialistischen Verfolgungs- und Terrorapparates.
Die Zentrale der Geheimen Staatspolizei war in der Prinz-Albrecht-Straße 8 (heute Niederkirchnerstraße) untergebracht, ab 1939 auch das Reichssicherheitshauptamt.

S-Bahn Berlin

Mitbegründer von Aktion Sühnezeichen gestorben

Dienstag, 16. August 2011

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Der Mitbegründer und langjährige Vorsitzende von „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste”, Franz von Hammerstein (Foto vom 08.07.2004) ist am Montag (15.08.2011) im Alter von 90 Jahren gestorben. Die bestätigte Aktion Sühenzeichen am Dienstag in Berlin. Der evangelische Theologe stand von 1967 bis 1975 an der Spitze der Vereinigung. Krieg und Versöhnung haben sein Leben geprägt. Als 23-Jähriger saß Hammerstein im Konzentrationslager Buchenwald, weil sein Bruder am Stauffenberg-Attentat auf Hitler beteiligt war. Aus dieser Erfahrung heraus gründete er vor über 50 Jahren gemeinsam mit dem Magdeburger Präses Lothar Kreyssig die „Aktion Sühnezeichen”. Später ging er zum Weltkirchenrat nach Genf und kehrte 1978 als Direktor der Evangelischen Akademie nach Berlin zurück. Neben der „Aktion Sühnezeichen” engagierte er sich unter anderem in der Stiftung „Topographie des Terrors”.

domradio

Bildband: Andreas Gehrkes "Topographie"

Mittwoch, 3. August 2011

Im Unterholz der Geschichte... mehr mehr

Wie erzählt man Geschichte ohne Sprache? Der Fotokünstler Andreas Gehrke, der unter dem Namen Noshe zu den besten jungen Architekturfotografen Deutschlands gehört, nähert sich in Berlin einem zentralen Ort des NS-Terrors.

Früher gab es in Berlin mal eine Kneipe an der Ecke Wilhelmstraße und Kochstraße, die hieß Land’s End, und der Name traf wirklich zu. Es war auch die Zeit von Straps-Harry, einem Transvestiten, der auf dem Grundstück gegenüber „Fahren ohne Führerschein” für ein paar Mark anbot, hier, an Westdeutschlands symbolisch östlichstem Punkt. Bis in die 80er-Jahre war das Grundstück, das man von der Kneipe aus sehen konnte, nichts weiter als eine Brache an der Mauer, wechselnde Pächter, ökonomisch uninteressant, nicht verwertbar. Auch Straps-Harry verschwand irgendwann.

Allmählich machten sich Sträucher und Bäume breit, von der schnell wachsenden Sorte. Inzwischen ist daraus ein undurchdringliches Stück Wald geworden, mit Robinien, Geflechten aus flinken Luftwurzeln, störrischem Unterholz und schartigen Mooskrusten. Ein zugewuchertes Reservat, Betreten verboten, ringsum umtost von der wiedervereinigten Hauptstadt, in deren Mitte das seltsam stumme Grundstück inzwischen gerückt ist.

Wie vergessen, trotz seiner Größe, trotz seiner historischen Bedeutung. Denn auf diesem Gelände befanden sich von 1933 bis 1945 Zentralen des nationalsozialistischen Terrors: das Geheime Staatspolizeiamt mit Foltergefängnis, die Reichsführung-SS und das Reichssicherheitshauptamt. Erst seit 1987, eröffnet zur 750-Jahr-Feier Berlins, informiert die Dauerausstellung „Topographie des Terrors” über den Ort, Gebäudereste und Kellerkammern wurden freigelegt. Doch ein großer Teil des Grundstücks bleibt weiterhin ein eigenartig blinder Fleck in der Stadt. [...]

monopol

«Topographie des Terrors» erinnert an Eichmann-Prozess

Dienstag, 19. Juli 2011

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BERLIN/MZ. Was für ein Mensch ist dieser Mann gewesen? Und sollen wir uns eigentlich dafür interessieren? Immerhin trägt er Mitschuld an der Ermordung von Millionen Juden. Freilich, den Opfern und ihren Hinterbliebenen muss unsere Aufmerksamkeit zuerst gelten.

Aber wie können wir Nachgeborenen das Grauen des industriellen Tötens von Kindern, Frauen und Männern begreifen, wie sollen wir dieses Erbe unserer Geschichte annehmen und ertragen, wenn wir nicht den Mechanismus untersuchen, dessen Teil Männer wie Adolf Eichmann gewesen sind? Einer, der nicht als Monster auf die Welt gekommen ist und unter anderen Umständen Buchhalter eines mittelständischen Unternehmens hätte werden können.

Beiden Themen, dem Täter und seinen Opfern, widmet sich eine zumal von jungen Menschen stark besuchte Ausstellung im Berliner Dokumentationszentrum "Topographie des Terrors" neben dem Martin-Gropius-Bau und unweit des Potsdamer Platzes. [...]

Mitteldeutsche Zeitung