Dienstag, 17. Mai 2022 19:00 Uhr

Zerborstene Zeit. Deutsche Geschichte 1918–1945

Buchpräsentation: Prof. Dr. Michael Wildt, Berlin
Moderation: Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum, Berlin

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg

Eintritt frei

Für die Teilnahme an dieser Veranstaltung bitten wir um Anmeldung bis 12. Mai 2022: veranstaltungen(at)topographie.de

(Gemeinsam mit dem Verlag C. H. Beck)

Deutschland zwischen 1918 und 1945 – ein Zeitraum von knapp dreißig Jahren, in dem gleich zweimal für Millionen Menschen eine „neue Zeit” anbricht: 1918 nach dem Ende des verlorenen Ersten Weltkriegs und 1933 mit der Machtübernahme durch Adolf Hitler.
In seinem neuen Buch schildert Michael Wildt diese Jahre als „zerborstene Zeit”. Dabei verbindet er die Ereignisstränge der „großen” Geschichte mit den Erfahrungen und Lebenswelten der Zeitgenossen. Die Straßen Berlins in den Tagen der Novemberrevolution, das Ruhrgebiet 1923 während des Einmarschs der französischen Truppen, Varieté-Shows, die schwarze Community in Deutschland, Lemberg 1941 und Hamburg beim Bombenangriff am Altjahrsabend 1944 sind einige der im Buch beleuchteten Orte. Zeitzeugen wie Käthe Kollwitz und Victor Klemperer, aber auch ein katholischer Gastwirt oder eine national gesinnte Lehrerin kommen zu Wort.

Michael Wildt, 1954 geboren, ist Professor i. R. für Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert mit Schwerpunkt im Nationalsozialismus an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zu seinen wichtigsten Werken gehören Generation des Unbedingten. Das Führungskorps des Reichs­sicherheitshauptamtes (2002, 3. Aufl. 2015) und Ambivalenz des Volkes. Der Nationalsozialismus als Gesellschaftsgeschichte (2019).

Stefanie Schüler-Springorum, 1962 geboren, ist Professorin an der Technischen Universität Berlin und Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung.