Dienstag, 5. Oktober 2021 19:00 Uhr

Antisemitismus. Eine deutsche Geschichte. Von der Aufklärung bis heute

Buchpräsentation und Gespräch mit Prof. Dr. Peter Longerich, München, und Dr. Klaus Hillenbrand, Journalist, Berlin 

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Der Anschlag auf die Synagoge in Halle 2019 hat nicht nur gezeigt, wie gefährlich die Lage für Juden in Deutschland geworden ist. Die öffentliche Debatte hat auch offengelegt, dass antijüdische Einstellungen in verschiedenen Erscheinungsformen und Abstufungen in der Gesellschaft weit verbreitet sind.
In seinem Buch Antisemitismus. Eine deutsche Geschichte. Von der Aufklärung bis heute (2021) erörtert Peter Longerich, Mitautor des 2012 veröffentlichten ersten Antisemitismusberichts des Deut­schen Bundestags, warum der gegenwärtige Antisemi­tismus in Deutschland nicht zu begreifen ist, wenn er vor allem als „Sündenbock“-Phänomen verstanden wird. Aufgrund seines umfassenden Blicks auf die Geschichte kommt der Autor zu dem Schluss, dass das Verhältnis zum Judentum bis heute vor allem ein Spiegel des deutschen Selbstbilds und der Suche nach nationaler Identität geblieben ist.