Pressemitteilungen der Stiftung Topographie des Terrors

06.05.2020

Jahrestag der Eröffnung des neugestalteten Geländes der „Topographie des Terrors”

Die Neugestaltung des Geländes der „Topographie des Terrors” samt Gebäude mit Ausstellungsflächen, Bibliothek, Seminarräumen, Auditorium und Stiftungsbüros jährt sich am 6. Mai 2020 zum zehnten Mal. Die Eröffnung des neuen Dokumentationszentrums erfolgte zum 65. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs. In den vergangenen 10 Jahren informierten sich 11,5 Millionen, seit 1987 etwa 17 Millionen Besucherinnen und Besucher über den nationalsozialistischen Verfolgungs- und Terrorapparat. Das Geheime Staatspolizeiamt, die Reichsführung-SS und ab 1939 das Reichssicherheitshauptamt hatten während des „Dritten Reichs” in den Gebäuden an der Wilhelm- und Prinz-Albrecht-Straße (heute: Niederkirchnerstraße) ihren Sitz.

Die erste dokumentarische Ausstellung „Topographie des Terrors. Gestapo, SS und Reichssicherheitshauptamt auf dem ´Prinz-Albrecht-Gelände´” war am 4. Juli 1987 in einer provisorischen Ausstellungshalle als Teil der im Martin-Gropius-Bau gezeigten Ausstellung „Berlin, Berlin” eröffnet worden. Die Gründung der Stiftung Topographie des Terroros erfolgte im Jahr 1992.

30.04.2020

„Topographie des Terrors” öffnet ab Montag, 11. Mai 2020 den Außenbereich

Die „Topographie des Terrors” wird nach der Corona bedingten Schließzeit in einem ersten Schritt ab 11. Mai täglich von 10.00 – 18.00 Uhr zunächst den Außenbereich mit der Open-Air-Ausstellung „Berlin 1933-1945. Zwischen Propaganda und Terror” und dem Geländerundgang öffnen.

Zeitgleich wird nur eine begrenzte Anzahl von Besucher*innen auf dem Gelände zugelassen, nämlich 50. Von den zwei Eingängen zur „Topographie des Terrors“ wird nur der Eingang gegenüber dem Abgeordnetenhaus von Berlin geöffnet sein, also der Eingang Niederkirchnerstraße 8. So ist gewährleistet, dass unser Personal den Einlass konkret im Blick hat und kontrollieren kann. Ansonsten sind unsere Besucher*innen angehalten, die derzeit geltenden Abstandsregeln einzuhalten.

Das Gelände der „Topographie des Terrors“ ist mit 4,3 Hektar weitläufig. Selbst unter der Annahme, dass sich 50 Personen gleichzeitig ausschließlich im Ausstellungsgraben (ca. 200 Meter lang) befinden, können die Abstandsregeln mühelos eingehalten werden.

Eine Öffnung des Ausstellungsgebäudes ist derzeit noch nicht terminiert.

Der Schutz unserer Besucher*innen und der Mitarbeiter*innen hat oberste Priorität.

12.03.2020

Schließung der „Topographie des Terrors”

Die „Topographie des Terrors” bleibt ab morgen, Freitag 13. März 2020 vorläufig bis zum Sonntag 19. April 2020 geschlossen. Die Schließung betrifft auch die Bibliothek des Dokumentationszentrums und die Außenbereiche. Alle in diesem Zeitraum geplanten Veranstaltungen, Führungen und Seminare können deshalb nicht stattfinden.

Wir setzen damit die durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa in der heutigen Pressemitteilung (externer Link) angekündigten Maßnahmen um.

Wir bitten unsere Besucherinnen und Besucher um Verständnis für diese Maßnahme. Sie liegt in unser aller Interesse.

02.01.2020

„Topographie des Terrors” war auch 2019 erfolgreich

Im vergangenen Jahr war das Interesse an den Ausstellungs- und Bildungsangeboten der „Topographie des Terrors” gleichbleibend hoh. 1,29 Millionen Besucherinnen und Besucher kamen an den heutigen Lernort, wo sich zwischen 1933 und 1945 die Zentralen des nationalsozialistischen Terrorapparates befanden. Schon sieben Jahre in Folge wurde die Millionengrenze überschritten, ein Beleg für das nahaltend große Interesse an der Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte an diesem Ort der Täter.

Dr. Andreas Riedle übernimmt mit dem heutigen Tag als Direktorin die Leitung der „Topographie des Terrors”. Prof. Dr. Andreas Nachama war zum Jahresende 2019 in den Ruhestand gegangen.

Die aktuelle Sonderausstellung „Fotografien der Verfolgung der Juden. Die Niederlande 1940–1945” ist noch bis zum 13. April 2020 zu sehen. Sie wurde vom NIOD Instituut voor Oorlogs-, Holocaust en Genocidestudies in Kooperation mit dem Joods Cultureel Kwartier/Nationaal Holocaust Museum i.o. und der Stiftung Topographie des Terrors erarbeitet.

Im vergangenen Jahr standen außerdem folgende Ausstellungen auf dem Programm:

„Kristallnacht” – Antijüdischer Terror 1938. Ereignisse und Erinnerung (bis 10.3.2019)

Berliner Bibliotheken im Nationalsozialismus (6.3. – 31.3.2019)

Das Reichsarbeitsministerium 1933–1945: Beamte im Dienst des Nationalsozialismus (3.4. – 8.10.2019. Die Ausstellung basiert auf Ergebnissen einer Unabhängigen Historikerkommission, die seit 2013 die Geschichte des Reichsarbeitsministeriums in der NS-Zeit erforscht.)

Der Warschauer Aufstand 1944 (26.7. – 15.10.2019. Wiederaufnahme anlässlich des 75. Jahrestages des Warschauer Aufstandes 1944. Die Präsentation stand unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Republik Polen, Andrzey Duda, und des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier.)

Ausblick

Die folgenden Ausstellungen sind für 2020 geplant:

1940. Der Krieg im Norden und im Westen (Erstpräsentation der Ausstellung der Ständigen Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum)

Deutschland 1945 – Die letzten Kriegsmonate (Wiederaufnahme)

Das Schicksal der Juden Luxemburgs 1940 – 1945 (Ausstellung des Musée National de la Résistance in Esch-sur-Alzette)

Der kalte Blick. Letzte Bilder jüdischer Familien aus dem Ghetto von Tarnów 1942 (Kooperationsprojekt mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und dem Naturhistorischen Museum Wien)