Dienstag, 13. Juli 2021 19:00 Uhr

Fritz Bauer und der Umgang mit der NS-Vergangenheit

Vorträge: Prof. Dr. Lena Foljanty, Wien, und Dr. David Johst, Halle
Lesung: Daria Lik und Marlon Frank, Schauspielstudierende an der Universität der Künste Berlin
Moderation: Dr. Stephanie Bohra, Stiftung Topographie des Terrors, Berlin 

Livestream

Begleitprogramm zur Ausstellung „Fritz Bauer. Der Staatsanwalt. NS-Verbrechen vor Gericht”

(Gemeinsam mit dem Fritz Bauer Institut und dem Jüdischen Museum Frankfurt)

Fritz Bauer (1903–1968) ist als der Staatsanwalt in die Geschichte der Bundesrepublik eingegangen, der den Auschwitz-Prozess initiiert und in vielen weiteren Fällen die strafrechtliche Ahndung von NS-Verbrechen in die Wege geleitet hat.
In ihren Vorträgen schildern Lena Foljanty und David Johst den Werdegang Fritz Bauers, der in einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Stuttgart aufwuchs und sich früh für die Sozial­demokratie einsetzte. 1936 emigrierte der Jurist nach Dänemark. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte Fritz Bauer nach Deutschland zurück, um beim Aufbau eines demokratischen Justizwesens mitzuwirken und nationalsozialistische Verbrechen vor Gericht zu bringen. In vielen schriftlichen Zeugnissen, aber auch in Interviews und Reden hat er die gesellschaftliche und politische Lage der frühen Bundesrepublik reflektiert.

Lena Foljanty, Professorin am Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte der Universität Wien, und David Johst, Historiker, haben gemeinsam im Auftrag des Fritz Bauer Instituts die zweibändige Edition Fritz Bauer. Kleine Schriften (2018) herausgegeben.