Dienstag, 17. März 2020 19:00 Uhr

[Diese Veranstaltung fällt aus.]

Fotografien aus den Lagern des NS-Regimes. Beweissicherung und ästhetische Praxis

Fotografie im Nationalsozialismus
Vortrag: Dr. Andrea Genest, Berlin

Buchpräsentation: PD Dr. Hildegard Frübis, Berlin

Täter-Bilder. Die erkennungsdienstlichen Fotos im Konzentrationslager Mauthausen
Vortrag: Lukas Meissel, Wien

Moderation: Klaus Hesse, Berlin

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

Die Fotografie gehört zu den Schlüsselmedien in der Erforschung des Nationalsozialismus. In dem Sammelband Fotografien aus den Lagern des NS-Regimes. Beweissicherung und ästhetische Praxis (2019), herausgegeben von Hildegard Frübis, Clara Oberle und Agnieszka Pufelska, reicht der thematische Bogen der Beiträge von den privaten Knipser-Fotografen aus den Reihen der SS über die Fotografien des Erkennungsdienstes bis zu den heimlichen Aufnahmen von KZ-Häftlingen. Präsentiert werden auch selten publizierte Bildquellen aus den Archiven West- und Osteuropas sowie den USA.

Hildegard Frübis, 1963 geboren, Kunsthistorikerin, ist Privatdozentin am Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin und derzeit Gastprofessorin an der Kunsthochschule Berlin (Weißensee). Sie ist Mitherausgeberin des vorgestellten Bandes und Autorin der Einleitung.

Andrea Genest, 1970 geboren, Politikwissenschaftlerin, ist zukünftige Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. Sie arbeitete an verschiedenen Gedenkstätten, zuletzt am Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit der Stiftung Topographie des Terrors. Für den Band verfasste sie den Aufsatz Fotografien als Zeugen – Häftlingsfotografien aus dem Frauenkonzentrationslager Ravensbrück.

Lukas Meissel, 1988 geboren, Historiker, ist Doktorand an der Universität Haifa (Holocaust Studies) und forscht zu SS-Fotografien aus Konzentrationslagern. In dem Band ist er mit dem Beitrag Perpetrator Photography. The Pictures of the Erkennungsdienst at Mauthausen Concentration Camp vertreten.  

Klaus Hesse ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Topographie des Terrors.