Dienstag, 26. Oktober 2021 19:00 Uhr

Erfassung, Pflicht, Zwang. Arbeitskräfte als Ressource unter deutscher Besatzung in Europa

Vortrag: Prof. Dr. Elizabeth Harvey, Department of History, University of Nottingham, UK
Moderation: PD Dr. Marc Buggeln, Hamburg

Die Teilnahme ist vor Ort (mit Anmeldung*) oder per Livestream möglich:

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

https://www.topographie.de/livestream/

Vortragsreihe „Alltag unter deutscher Besatzung in Europa 1939–1945”

(Gemeinsam mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas, konzipiert mit Prof. Dr. Tatjana Tönsmeyer, Historisches Seminar, Bergische Universität Wuppertal)

Wie prägte die Arbeitseinsatzpolitik der deutschen Besatzer den Alltag der Bevölkerungen in den verschiedenen besetzten Teilen Ost- und Westeuropas im Zweiten Weltkrieg? In ihrem Vortrag wirft Elizabeth Harvey einige Schlaglichter auf dieses umfassende Thema. Zunächst: Wer musste arbeiten?  Wer wurde sofort nach der Besetzung zur Arbeit erfasst und verpflichtet, welche Gruppen später oder auch gar nicht? Welche Rolle spielten dabei einheimische Behörden und Institutionen? Thematisiert wird auch, wer über Arbeit privilegiert und an den Nationalsozialismus gebunden werden sollte, wessen Arbeitsplätze gesichert wurden, wer von Deportationen zum „Reichseinsatz” verschont blieb und mit welchen Formen von „Arbeitsdienst” die Besatzer Loyalität zu erzeugen versuchten. Schließlich geht es darum zu klären, wer arbeiten durfte, dafür ernährt wurde und so eine Chance hatte, am Leben zu bleiben. Arbeit bot in diesen Fällen eine (vorübergehende) Rettung vor dem Holocaust oder der mörderischen Besatzungspolitik gegenüber anderen Bevölkerungsgruppen.


*Anmeldung:

Für die Teilnahme an dieser Veranstaltung vor Ort ist eine Anmeldung bis 25.10.2021 erforderlich: veranstaltungen(at)topographie.de 
Bitte übermitteln Sie mit Ihrer Anmeldung folgende Angaben (ggf. auch für Ihre Begleitung):
Vorname und Name, E-Mail-Adresse oder Postanschrift, Telefon.
Bei Anmeldung per E-Mail erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung.

Die Teilnahme ist nur möglich mit Nachweis (vorzulegen am Einlass)

– eines negativen Corona-Tests innerhalb der letzten 24 Stunden oder
– einer seit 14 Tagen abgeschlossenen Corona-Schutzimpfung oder
– der Genesung, mindestens 28 Tage, höchstens 6 Monate zurückliegend.

Während des gesamten Aufenthalts im Gebäude ist eine medizinische oder FFP2-Maske zu tragen.

Begrenzte Platzzahl. Bitte haben Sie Verständnis, falls wir nicht alle Teilnahmewünsche berücksichtigen können.