Knut Nevermann

Freitag, 6. September 2002

Knut Nevermann, Stellvertreter des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien

„Viktor Klemperer beschreibt in seinem Tagebuch die Räumung der sog. Judenhäuser in Dresden, die am 23. und 24. November 1942 stattfand. Und er notiert sein Entsetzen darüber, ‚weil alles so offen vor sich gehe’. Es ist das Verdienst der Topographie des Terrors, mit der Ausstellung ‚Vor aller Augen’ die öffentlichen Formen des nationalsozialistischen Terrors zu dokumentieren. Der Bund hat in den vergangenen vier Jahren sein Engagement für die historischen Gedenkstätten in Deutschland insgesamt erheblich ausgeweitet. Die Bundesregierung ist sich auch ihrer Verantwortung für die Topographie des Terrors bewußt. Sie bleibt daher auch bereit, die Realisierung des wirklich außergewöhnlichen Zumthor-Entwurfes zu unterstützen.”

Aus der Rede zur Eröffnung der Ausstellung „Vor aller Augen” am 5. September 2002