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Das Prinz-Albrecht-Palais.
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Das Prinz-Albrecht-Palais
Treppenhaus im Prinz-Albrecht Palais
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Im November 1934 bezog der "Sicherheitsdienst
des Reichsführers-SS" (SD) das Prinz-Albrecht-Palais in der Wilhelmstraße
102. Reinhard Heydrich, der Chef des SD, war im April zum Leiter des Preußischen
Geheimen Staatspolizeiamtes ernannt worden, das seit seiner Gründung
im Frühjahr 1933 in unmittelbarer Nähe, in der ehemaligen Kunstgewerbeschule
in der Prinz-Albrecht-Straße 8, untergebracht war.
Im Nachbarhaus Prinz-Albrecht-Straße 9, dem ehemaligen Hotel Prinz Albrecht, residierte die Adjutantur des "Reichsführers-SS" . Heinrich Himmler war als "Reichsführer-SS" Vorgesetzter Heydrichs in dessen Funktion als Chef des SD; als Inspekteur der Preußischen Geheimen Staatspolizei (Gestapo), später als "Politischer Polizeikommandeur der Länder", war er Vorgesetzter Heydrichs in dessen Funktion als Leiter des Geheimen Staatspolizeiamtes. Diese räumliche und personelle Verbindung einer Parteigliederung der NSDAP mit einer staatlichen Behörde ergab sich aus der Aufgabenstellung. Der SD war u.a. mit der nachrichtendienstlichen Überwachung der Gegner der Partei befaßt, die Gestapo als politische Polizei mit der Überwachung und Bekämpfung der Gegner des NS-Staates. Als Heinrich Himmler 1936 zum "Chef der Deutschen Polizei im Reichs- und Preußischen Ministerium des Innern" ernannt wurde, faßte er die Politische Polizei (Gestapo) und die Kriminalpolizei zur "Sicherheitspolizei" zusammen. Am 27. September 1939 schließlich wurden die zentralen ämter der "Sicherheitspolizei" und des "Sicherheitsdienstes der SS" (SD) zum "Reichssicherheitshauptamt" (RSHA) unter der Leitung Reinhard Heydrichs verbunden. Nachfolger Heydrichs, der 1942 als "Stellvertretender Reichsprotektor von Böhmen und Mähren" an den Folgen eines Attentats starb, wurde Ernst Kaltenbrunner. Der Dienstsitz des Chefs des RSHA war weiterhin die Wilhelmstraße 102. Im Laufe der Jahre waren weitere Gebäude an der Wilhelmstraße belegt worden, so daßeine direkte Verbindung zur "Reichsführung-SS" und zur Gestapo bestand. Bei der Bekämpfung der Gegner der NSDAP und des NS-Staates standen dem Reichssicherheitshauptamt nicht nur die staatlichen Vollzugsmittel zur Verfügung, sondern auch der gesamte SS-Terrorapparat. Dieser reichte von den "Konzentrationslagern" bis zur Vertreibung und physischen Vernichtung. Während des Krieges überzog das RSHA große Teile Europas mit einem dichten Netz von Terrorinstitutionen der Sicherheitspolizei und des SD, die von den Zentralbehörden auf dem Gelände zwischen Wilhelmstraße und Prinz-Albrecht-Straße gelenkt wurden. Einige Leiter der berüchtigten "Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD" , die in den besetzten Gebieten Polens und der Sowjetunion Hunderttausende von Zivilisten aus politischen und rassistischen Gründen ermordeten, hatten ihre Schreibtische in der Wilhelmstraße. Der Leiter des sogenannten "Judenreferates" (IV B 4) der Gestapo, Adolf Eichmann, organisierte die Deportation von Millionen deutscher und europäischer Juden in die Vernichtungslager. Begonnen hatte Eichmanns Laufbahn 1934 in der Kartothek des Sicherheitsdienstes (SD) im Prinz-Albrecht-Palais in der Wilhelmstraße 102. |
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