Verbotene Filme – NS-Vorbehaltsfilme

Zwischen 1933 und 1945 wurden in Deutschland etwa 1200 Spielfilme produziert. 300 dieser Filme wurden nach Kriegsende von den Alliierten als Propagandafilme eingestuft und verboten. Noch heute sind etwa 40 dieser „Vorbehaltsfilme” nur unter Auflagen zugänglich.
Was sind das für Filme, die noch so gefährlich zu sein scheinen, dass man sie unter Verschluss hält? Steigert das faktische Verbot die Neugier, fördert es die Mythenbildung? Und wie soll künftig mit ihnen verfahren werden? Bewahren oder entsorgen, freigeben oder verbieten? Diesen Fragen widmet sich die sechsteilige Filmreihe der Stiftung Topographie des Terrors.

Am Beispiel von fünf „Vorbehaltsfilmen” wird gezeigt, wie die Nationalsozialisten das Medium Film zur Indoktrinierung, Manipulation und Mobilisierung der Bevölkerung nutzten, welche propagandistischen Botschaften und „Feindbilder” die einzelnen Filme enthalten und wie wirkungsvoll diese Propagandabotschaften damals waren und es vielleicht heute noch sind. Alle „Vorbehaltsfilme” werden durch sachkundige Referenten eingeführt und analysiert. Im Anschluss an die Filme besteht jeweils Gelegenheit zur Diskussion.
Die Reihe endet mit Felix Moellers Dokumentation „Verbotene Filme” (2014) über den heutigen Umgang mit diesen Filmen und einer abschließenden Podiumsdiskussion zum Thema.

Veranstaltungsort:
Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin
Eintritt frei
Telefon 030 254509-13

Donnerstag, 13. Oktober, 19 Uhr
Hitlerjunge Quex
Spielfilm, D 1933, 95 min, Regie: Hans Steinhoff
Einführung: Dr. Sonja M. Schultz, Filmwissenschaftlerin, Berlin
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Donnerstag, 20. Oktober, 19 Uhr
Die Rothschilds. Aktien auf Waterloo
Spielfilm, D 1940, 99 min, Regie: Erich Waschneck
Einführung: Dr. Philipp Stiasny, Filmmuseum Potsdam
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Donnerstag, 27. Oktober, 19 Uhr
Ohm Krüger
Spielfilm, D 1941, 133 min, Regie: Hans Steinhoff
Einführung: Guido Altendorf, Filmmuseum Potsdam
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Donnerstag, 10. November, 19 Uhr
Heimkehr
Spielfilm, D 1941, 95 min, Regie: Gustav Ucicky
Einführung: Dr. Philipp Stiasny, Filmmuseum Potsdam
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Donnerstag, 24. November, 19 Uhr
Ich klage an
Spielfilm, D 1941, 117 min, Regie: Wolfgang Liebeneiner
Einführung: Prof. Dr. Ursula von Keitz, Direktorin des Filmmuseums Potsdam
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Donnerstag, 8. Dezember, 19 Uhr
Verbotene Filme
Dokumentarfilm, D 2014, 94 min, Regie: Felix Moeller
Im Anschluss an die Dokumentation:
Podiumsgespräch mit Dr. Felix Moeller, Regisseur, München, Ernst Szebedits, Friedrich-Wilhelm-Murnau Stiftung, Wiesbaden, und Dr. Sonja M. Schultz, Filmwissenschaftlerin, Berlin
Moderation: Dr. Claudia Steur, Stiftung Topographie des Terrors, Berlin
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Verbotene Filme (Flyer, PDF)