Dienstag, 14. Oktober 2014 19:00 Uhr

wegbereitend in der Wissenschaft – mutig im Widerstand: Die Botanikerin Elisabeth Schiemann in der NS-Zeit I

Vorträge:
Ein „unbestechlicher, prinzipieller Charakter”. Elisabeth Schiemann – Bekenntnis und Widerstand im Nationalsozialismus
Martina Voigt, Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Berlin

„Rasse” und „Bastard” bei Elisabeth Schiemann
Prof. Dr. Veronika Lipphardt, Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte und Friedrich-Meinecke-Institut für Geschichtswissenschaften der Freien Universität Berlin

Moderation:
Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors

Topographie des Terrors
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

(Gemeinsam mit dem Botanischem Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem sowie der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz)

Die Berliner Pflanzengenetikerin Elisabeth Schiemann (1881–1971) zählte zu den bedeutendsten Wissenschaftlerinnen ihrer Zeit. Sie war eine der ersten Studentinnen und Professorinnen in Deutschland, gehörte der ersten Genetikergeneration an und gilt als Wegbereiterin der Archäobotanik. Sie engagierte sich in der Bekennenden Kirche und widerstand aktiv dem Nationalsozialismus. Nach 1945 trug sie maßgeblich zur Erneuerung der Wissenschaften in Deutschland bei.
Das neue Buch Elisabeth Schiemann 1881–1971. Vom AufBruch der Genetik und der Frauen in den UmBrüchen des 20. Jahrhunderts (2014), herausgegeben von Reiner Nürnberg, Ekkehard Höxtermann und Martina Voigt, würdigt eine Frau mit vielen Facetten. Neben ihrem Werk als Wissenschaftlerin werden auch ihr persönliches Leben, ihre Aktivitäten im Widerstand sowie ihr frauenpolitisches Engagement beleuchtet.

Teil II am 5. November (Botanischer Garten)