Mittwoch, 5. November 2014 19:00 Uhr

wegbereitend in der Wissenschaft – mutig im Widerstand: Die Botanikerin Elisabeth Schiemann in der NS-Zeit II

Begrüßung:
Prof. Dr. Thomas Borsch, Direktor des Botanischen Gartens und Botanischen Museums Berlin-Dahlem

Grußwort:
Prof. Dr. Monika Schäfer-Korting, Vizepräsidentin der Freien Universität Berlin

Vorträge:
„Arbeit in der eigenen Richtung, das ist von höchstem Wert” – Elisabeth Schiemann am Botanischen Museum Berlin-Dahlem
Prof. Dr. Ekkehard Höxtermann und Dr. Reiner Nürnberg, Berlin

Elisabeth Schiemann und Lise Meitner – Was heißt Freundschaft?
Dr. Jost Lemmerich, Berlin

Moderation:
Pfarrerin Marion Gardei, Beauftragte für Erinnerungskultur der EKBO

Im Anschluss an die Veranstaltung lädt das Botanische Museum zu einem kleinen Empfang.

Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem
Königin-Luise-Straße 6-8, 14195 Berlin-Dahlem
Eintritt frei

(Gemeinsam mit dem Botanischem Garten und Botanisches Museum Berlin-Dahlem sowie der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz)

Die Berliner Pflanzengenetikerin Elisabeth Schiemann (1881–1972) zählte zu den bedeutendsten Wissenschaftlerinnen ihrer Zeit. Sie war eine der ersten Studentinnen und Professorinnen in Deutschland, gehörte der ersten Genetikergeneration an und gilt als Wegbereiterin der Archäobotanik. Sie engagierte sich in der Bekennenden Kirche und widerstand aktiv dem Nationalsozialismus. Nach 1945 trug sie maßgeblich zur Erneuerung der Wissenschaften in Deutschland bei.
Das neue Buch Elisabeth Schiemann 1881–1972. Vom AufBruch der Genetik und der Frauen in den UmBrüchen des 20. Jahrhunderts (2014), herausgegeben von Reiner Nürnberg, Ekkehard Höxtermann und Martina Voigt, würdigt eine Frau mit vielen Facetten. Neben ihrem Werk als Wissenschaftlerin werden auch ihr persönliches Leben, ihre Aktivitäten im Widerstand sowie ihr frauenpolitisches Engagement beleuchtet.