Donnerstag, 1. Dezember 2016 19:00 Uhr

Wannseekonferenz. Der Weg zur „Endlösung”

Vortrag: Prof. Dr. Peter Longerich, London/München
Moderation: Dr. Hans-Christian Jasch, Berlin

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

(Gemeinsam mit der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz)

Auf Einladung von Reinhard Heydrich, Chef des Reichssicherheitshauptamts, kamen am 20. Januar 1942 fünfzehn hochrangige Vertreter des NS-Staates in einer Villa in Berlin-Wannsee zusammen, um über die „Endlösung der Judenfrage” zu beraten. Besprochen wurde, so dokumentiert es das Protokoll, insgesamt etwa elf Millionen Menschen zu deportieren, sie mörderischer Zwangsarbeit auszusetzen und die Überlebenden und Nichtarbeitsfähigen auf andere Weise ums Leben zu bringen.
In seinem soeben erschienenen Buch Wannseekonferenz. Der Weg zur „Endlösung” (2016) zeigt Peter Longerich, wie die Führungsinstanz des „Dritten Reichs” aus einer vagen Absicht zur Vernichtung der Juden ein konkretes Mordprogramm entwickelte und welch hohe Bedeutung der Wannseekonferenz im Kontext von Planung und Durchführung des Holocaust zukommt.

Peter Longerich, 1955 geboren, Professor für Moderne Geschichte am Royal Holloway College der Universität London und Gründer des dortigen Holocaust Research Centre, ist seit 2013 an der Universität der Bundeswehr in München tätig. Er hat zahlreiche Dokumentationen und Gesamtdarstellungen zur Geschichte des Nationalsozialismus veröffentlicht, darunter Politik der Vernichtung. Eine Gesamtdarstellung der nationalsozialistischen Judenverfolgung (1989), Der ungeschriebene Befehl. Hitler und der Weg zur „Endlösung” (2001), „Davon haben wir nichts gewusst!” Die Deutschen und die Judenverfolgung 1933–1945 (2006) sowie die Biographien Heinrich Himmler (2008), Joseph Goebbels (2010) und Hitler (2015).

Hans-Christian Jasch ist Direktor der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz.