Donnerstag, 27. November 2014 19:00 Uhr

»Schweigen oder Erinnern?« Podiumsdiskussion zur Erinnerungskultur in Spanien

Begrüßung:
Cristina Conde de Beroldingen, Direktorin des Instituto Cervantes Berlin

Grußwort:
Prof. Dr. Andreas Nachama, Direktor der Stiftung Topographie des Terrors, Vorsitzender der Ständigen Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum (2014)

Podium:
Dr. Silke Hünecke, Politikwissenschaftlerin mit Schwerpunkt der erinnerungspolitischen Bewegung im spanischen Staat
Julia Macher, freie Spanien-Korrespondentin für Weltreporter.net
Dr. Carlos Collado, Seidel, deutsch-spanischer Historiker, außenplanmäßiger Professor an der Philipps-Universität Marburg

Moderation:
Prof. Dr. Günter Morsch, Direktor der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten

Instituto Cervantes Berlin
Rosenstraße 18, 10178 Berlin

(Eine Veranstaltung der Ständigen Konferenz der Leiter der NS-Gedenkorte im Berliner Raum gemeinsam mit dem Instituto Cervantes, mit Unterstützung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien)

Am 17. Juli 1936 putschten General Francisco Franco (1892 – 1975) und seine Anhänger gegen die demokratisch gewählte Volksregierung der Zweiten Spanischen Republik und lösten den Spanischen Bürgerkrieg (1936 – 1939) aus. Dieser endete mit dem Sieg Francos und der bis zu seinem Tode 1975 währenden Diktatur in Spanien, dem sogenannten Franquismus.
Aufgrund der tiefen Spaltung der Gesellschaft entschied man sich gegen eine politische Aufarbeitung der Ereignisse, um den Übergang zur Demokratie nicht zu gefährden. Die Öffnung von Massengräbern zu Beginn der 2000er Jahre löste eine verspätete, längst überfällige Debatte in der spanischen Gesellschaft, in Forschung, Literatur und Medien aus. 
Die Geschehnisse zwischen 1936 und 1975 polarisieren die spanische Gesellschaft bis heute. Wie geht das EU-Land mit seinem geschichtlichen Erbe um? Welche Erinnerungen und Lehren lässt die spanische Gesellschaft öffentlich zu? Und welche nicht?

Anmeldung bitte bis 26. November 2014:
staendigekonferenz(at)orte-der-erinnerung.de
Telefon: 030 254509-24
Fax: 030 254509-99