Dienstag, 21. Juni 2016 19:00 Uhr

Quellen und Dokumente zur Geschichte von „Mein Kampf” 1924–1945

Vortrag: Dr. Othmar Plöckinger, Salzburg
Moderation: Prof. Dr. Andreas Nachama, Berlin

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

Nahezu gleichzeitig mit der zu Beginn des Jahres vom Institut für Zeitgeschichte München-Berlin publizierten kritischen Edition von Hitlers Buch „Mein Kampf” hat Othmar Plöckinger einen umfangreichen Materialband vorgelegt, der Quellen und Dokumente zur Geschichte von „Mein Kampf” 1924–1945 versammelt. Dieser umfasst nicht nur alle relevanten Dokumente zur Entstehungsgeschichte von Hitlers Schrift, sondern liefert mit über 50 Rezensionen auch einen umfassenden Einblick in die Reaktionen beim Erscheinen der beiden Bände, mit deren Verfassen Hitler 1924 in der Festung Landsberg begann und 1926 in Berchtesgaden abschloss. Mit dem Honorarbuch des nationalsozialistischen Eher-Verlags enthält die Dokumentation zudem Aufzeichnungen über die Verkaufszahlen und Honorarleistungen, die Hitler bis Herbst 1933 erhielt.
In seinem Vortrag gibt Othmar Plöckinger einen fundierten Überblick über die Entstehungs- und Publikationsgeschichte von Hitlers berüchtigter Publikation und vermittelt auch einen Eindruck von der zeitgenössischen Rezeption des Buches.

Othmar Plöckinger, 1965 geboren, ist Lehrer am Gymnasium für Berufstätige in Salzburg und studierte Deutsch, Geschichte und Mathematik. Zu seinen Veröffentlichungen gehören die Monographien Reden um die Macht? Wirkung und Strategie der Reden Adolf Hitlers im Wahlkampf zu den Reichstagswahlen am 6. November 1932 (1999), Geschichte eines Buches: Adolf Hitlers Mein Kampf“ 19221945 (2006) und Unter Soldaten und Agitatoren. Hitlers prägende Jahre im deutschen Militär 1918–1920 (2013). Plöckinger ist Mitherausgeber der vom Institut für Zeitgeschichte München-Berlin publizierten zweibändigen Ausgabe Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition (2016) und Herausgeber des Bandes Quellen und Dokumente zur Geschichte von „Mein Kampf“ 1924–1945 (2016).

Andreas Nachama ist Direktor der Stiftung Topographie des Terrors.