Donnerstag, 14. Juli 2016 19:00 Uhr

NS-Großanlagen und Tourismus. Chancen und Grenzen der Vermarktung von Orten des Nationalsozialismus

Kurzvorträge und anschließende Podiumsdiskussion mit: Prof. Dr. Andreas Nachama, Berlin, Philipp Aumann, Peenemünde, und Dr. Marcus Meyer, Bremen
Moderation: Dr. Thomas Lutz, Berlin

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

(Gemeinsam mit dem Historisch-Technische Museum Peenemünde)

Aus der Zeit des Nationalsozialismus sind zahlreiche Großanlagen überliefert, die Jahr für Jahr hunderttausende Besucher anziehen – seien es die Bauten rund um Hitlers früheres Privathaus auf dem Obersalzberg, sei es das Reichsparteitagsgelände in Nürnberg, die „Ordensburg” Vogelsang in der Eifel, das „Kraft durch Freude”-Seebad auf Rügen, der „Bunker Valentin” in Bremen oder die Heeresversuchsanstalt in Peenemünde.
Anlässlich der Neuerscheinung des Sammelbandes NS-Großanlagen und Tourismus. Chancen und Grenzen der Vermarktung von Orten des Nationalsozialismus (2016), herausgegeben vom Historisch-Technischen Museum Peenemünde, informieren und diskutieren die Referenten über das Phänomen von „NS-Großanlagen als Hinterlassenschaft” in der Bundesrepublik Deutschland, stellen exemplarisch das Historisch-Technische Museum Peenemünde und den Denkort Bunker Valentin vor und reflektieren den aktuellen Stand und die Perspektiven der Erinnerungsarbeit.

Philipp Aumann ist wissenschaftlicher Leiter und Ausstellungskurator des Historisch-Technischen Museums Peenemünde. Er ist Mitautor des Beitrags „Touristen am High-Tech-Ort der Nazis. Marktorientierte Museumsarbeit in Peenemünde”.

Marcus Meyer ist wissenschaftlicher Leiter des Denkorts Bunker Valentin bei der Landeszentrale für politische Bildung, Bremen. Er ist Autor des Beitrags „Denkort Bunker Valentin. Pädagogische Überlegungen zum zweitgrößten überirdischen Bunker Europas”.

Andreas Nachama ist Direktor der Stiftung Topographie des Terrors.

Thomas Lutz ist Gedenkstättenreferent der Stiftung Topographie des Terrors.