Donnerstag, 29. Oktober 2015 19:00 Uhr

Nikt nie woła | Niemand ruft

PL 1960, 86 min, Regie: Kazimierz Kutz, OmdU

Nach dem Film steht Dr. Katarzyna Woniak für Fragen zur Verfügung.

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

Im Rahmen der Reihe Das Kriegsende im polnischen Spielfilm

(Gemeinsam mit dem Polnischen Institut Berlin und dem Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften)

Bozek, Angehöriger der polnischen Heimatarmee und Hauptfigur des Films, hat den Befehl zu töten verweigert und sucht nach einem neuen Leben in den so genannten „wiedergewonnenen Gebieten”, die gerade von polnischen Flüchtlingen und Vertriebenen aus dem Osten neu besiedelt werden. Er ist zerrissen zwischen den Emotionen der ersten Liebe, der Sehnsucht nach Geborgenheit und der Angst, aufgespürt zu werden. Der Film ist in seiner avantgardistischen Gestaltung eine Art „Anti-Wajda-Film” (Andrzej Gwóźdź).
Kazimierz Kutz, Jahrgang 1929, ist Film- und Theaterregisseur, Drehbuchautor, Schriftsteller und Publizist. Er studierte an der Staatlichen Filmhochschule in Łódź und drehte nach seinem Debüt (Tapferkeitskreuz, 1959) über 20 Spielfilme. Der Film „Niemand ruft” bezieht sich auf eine Romanvorlage des Schriftstellers Józef Hen.

Katarzyna Woniak ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften.