Montag, 19. Januar 2015 19:00 Uhr

Neuere Forschungen zur Geschichte und Nachgeschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager

Zentrum und Peripherie. Die Wahrnehmung der nationalsozialistischen Konzentrationslager (2013)
Roman Fröhlich, Berlin

Ereignis & Gedächtnis. Neue Perspektiven auf die Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager (2014)
Dr. Enrico Heitzer, Oranienburg

Orte und Akteure im System der NS-Zwangslager. Ergebnisse des 18. Workshops zur Geschichte und Gedächtnisgeschichte nationalsozialistischer Konzentrationslager (2015)
Dennis Bock, Hamburg

Moderation: Dr. Thomas Lutz, Berlin

(Gemeinsam mt dem Metropol Verlag)

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

Nahezu jährlich findet eine internationale Fachtagung statt – hervorgegangen aus dem 1994 erstmals durchgeführten „Workshop zur Geschichte der Konzentrationslager” –, die von fortgeschrittenen Studierenden und Promovierenden selbständig organisiert wird. Die Referenten stellen als beteiligte Herausgeber bzw. Autoren die letzten drei Tagungsbände vor und vermitteln neue Einsichten in das Forschungsfeld nationalsozialistischer Lager und ihrer Nachgeschichte.

Roman Fröhlich, 1975 geboren, Politologe, ist freiberuflich im Bereich von Bildungs-veranstaltungen tätig, u.a. im Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin. Er promoviert am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin mit einer Studie über die Handlungsspielräume Ernst Heinkels und der Unternehmensleitung beim Einsatz von KZ-Häftlingen im Heinkel-Flugzeugwerk Oranienburg.

Enrico Heitzer, 1977 geboren, Historiker, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen. Er promovierte an der Universität Halle-Wittenberg mit einer Arbeit über die antikommunistische „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit” 1948 bis 1959.

Dennis Bock, 1980 geboren, Germanist und Soziologe, ist seit 2011 Promotionsstipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung. Er promoviert an der Universität Hamburg mit einer Arbeit über Texte der Shoah-Überlebenden Ruth Klüger, Liana Millu und Imre Kertész im Kontext seines Konzepts der „Literarischen Störung”.

Thomas Lutz ist Gedenkstättenreferent der Stiftung Topographie des Terrors.