Donnerstag, 15. September 2016 19:00 Uhr

Nationalsozialistische Täterschaften. Nachwirkungen in Gesellschaft und Familie

Buchpräsentation:
Dr. Oliver von Wrochem, Hamburg

Auseinandersetzung mit der Täterschaft der Eltern
Dr. Horst Ohde, Hamburg

Auseinandersetzung mit der Täterschaft der Großeltern
Johannes Spohr, Berlin

Moderation: Dr. Thomas Lutz, Berlin

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

(Gemeinsam mit dem Metropol Verlag)

Der Sammelband Nationalsozialistische Täterschaften. Nachwirkungen in Gesellschaft und Familie (2016), herausgegeben im Auftrag der KZ-Gedenkstätte Neuengamme von Oliver von Wrochem unter Mitarbeit von Christine Eckel, bündelt mit 34 Beiträgen eine fünfjährige intensive Auseinandersetzung mit nationalsozialistischer Täterschaft und ihren Folgen. Der Band stellt internationale Forschungsergebnisse zur Diskussion. Des Weiteren kommen zahlreiche Kinder und Enkel von Täterinnen und Tätern zu Wort, die ihre Sicht auf die Folgewirkungen in Familie und Gesellschaft schildern.

Horst Ohde, 1935 geboren, ist Wissenschaftlicher Oberrat und Dozent der Universität Hamburg i.R. Er absolvierte ein Studium der Germanistik, Altphilologie und Philosophie. Gastdozenturen führten ihn nach Prag, Sofia, Warschau und in die USA. Er veröffentlichte u.a. zur Nachkriegsliteratur und zur Medienkultur.

Johannes Spohr, 1982 geboren, lebt als freier Journalist und Historiker in Berlin. Er promoviert an der Universität Hamburg zur Ukraine in der Zeit des Rückzugs der deutschen Verwaltung und des Militärs im Zweiten Weltkrieg.

Oliver von Wrochem, 1968 geboren, ist Leiter des Studienzentrums und stellvertretender Leiter der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Der Historiker veröffentlichte zu Themen der Erinnerungskultur und Geschichtspolitik sowie zum Zweiten Weltkrieg.

Thomas Lutz ist Gedenkstättenreferent der Stiftung Topographie des Terrors.