Dienstag, 23. Juni 2015 19:00 Uhr

Kunst im NS-Staat – Versuch einer Bilanz | Podiumsdiskussion

Prof. Dr. Wolfgang Ruppert, Dr. Christian Adam, Dr. Frauke Meyer-Gosau, Dr. Rainer Rother, Prof. Dr. Wolfgang Schäche, Dr. Albrecht Dümling
Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Benz

Topographie des Terrors
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

Im Rahmen der Reihe Kunst im NS-Staat. Ideologie, Ästhetik, Protagonisten

Welche Rolle spielte Kunst für das NS-Regime? Welche Freiräume gab es? Gibt es eine spezifisch „nationalsozialistische Kunst”? Diese Fragen stehen im Zentrum der Reihe „Kunst im NS-Staat” und ihrer Beschäftigung mit Bildender Kunst, Literatur, Theater, Film, Architektur und Musik unter den Bedingungen der nationalsozialistischen Diktatur. Zum Abschluss der Reihe ziehen Vertreterinnen und Vertreter der einzelnen Veranstaltungssektionen im Gespräch mit Wolfgang Benz eine Bilanz der gewonnenen Erkenntnisse für die jeweiligen Kunstgattungen und setzen diese zueinander in Bezug.

Christian Adam, 1966 geboren, ist Leiter des Fachbereichs Publikationen beim Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam. Zuletzt erschien von ihm: Lesen unter Hitler. Autoren, Bestseller, Leser im Dritten Reich (2010/TB 2013).

Wolfgang Benz, 1941 geboren, ist Professor em. an der Technischen Universität Berlin und war bis März 2011 Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung. Der Historiker ist Autor und Herausgeber zahlreicher Werke zur deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert und zur Vorurteilsforschung.

Albrecht Dümling, 1949 geboren, ist Musikwissenschaftler und -kritiker sowie Kurator der weltweit gezeigten Ausstellung „Entartete Musik”. Seit 1990 leitet er den Verein „musica reanimata”, der sich für NS-verfolgte Komponisten und ihre Werke einsetzt.

Frauke Meyer-Gosau, 1950 geboren, studierte Literatur-, Politik- und Theaterwissenschaft. Sie ist verantwortliche Redakteurin der Zeitschrift „Literaturen” in Berlin. Zuvor war sie DAAD-Lektorin und Gastprofessorin in Ljubljana, Sydney und Providence/ Rhode Island. Zuletzt erschien von ihr: Versuch, eine Heimat zu finden. Eine Reise zu Uwe Johnson (2014).

Rainer Rother, 1956 geboren, ist Künstlerischer Direktor der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen und Leiter der Retrospektive der Berlinale. Er legte zahlreiche Veröffentlichungen zur Filmgeschichte, insbesondere auch zum Film des Nationalsozialismus, vor.

Wolfgang Ruppert, 1946 geboren, ist Professor für Kultur- und Politikgeschichte an der Universität der Künste Berlin. Zu seinen Publikationen gehören Der moderne Künstler (1998) und als Herausgeber Künstler im Nationalsozialismus. Die „Deutsche Kunst”, Kunstpolitik und die Berliner Kunsthochschule (2015).

Wolfgang Schäche, 1948 geboren, ist Architekturhistoriker. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Baugeschichte Berlins, insbesondere in der NS-Zeit. Seit 1988 ist er Professor an der Beuth Hochschule für Technik; er leitet dort das Labor für Baugeschichte und Bauerhaltung und lehrt Geschichte und Theorie der Architektur.

Kunst im NS-Staat. Ideologie, Ästhetik, Protagonisten (Flyer, PDF)