Dienstag, 19. April 2016 19:00 Uhr

Hitlers „Mein Kampf” in der aktuellen öffentlichen Diskussion

Prof. Dr. Andreas Wirsching, München, im Gespräch mit Prof. Dr. Andreas Nachama, Berlin

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

(Gemeinsam mit dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin)

Anfang Januar 2016 hat das Institut für Zeitgeschichte München-Berlin eine wissenschaftlich kommentierte Edition des Buches „Mein Kampf” herausgegeben, verbunden mit der Absicht, Hitlers in den Jahren 1924 bis 1926 verfasste Schrift zu entmystifizieren und als eine der zentralen Quellen zur Geschichte des Nationalsozialismus verfügbar zu machen. Möglich wurde das Erscheinen der zweibändigen Edition, nachdem der Freistaat Bayern mit Ablauf des Jahres 2015 – 70 Jahre nach dem Todesjahr Hitlers – die Urheberrechte für die berüchtigte Publikation Hitlers verloren hatte. Die kommentierte Neuausgabe von „Mein Kampf” ist durch ein weltweites Echo der Medien begleitet worden, die erste Auflage war sofort vergriffen.

Im Rahmen des Podiumsgesprächs gibt Andreas Wirsching einen Einblick in die Gesamtausgabe Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition (2016) und ihre Ziele und bilanziert die von Zustimmung bis Protest reichenden wissenschaftlichen wie öffent-lichen Reaktionen seit Erscheinen der etwa 2000 Seiten umfassenden Edition.

Andreas Wirsching, 1959 geboren, ist Direktor des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin sowie Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Er lehrte als Gastprofessor u.a. an der Washington University in St. Louis, Missouri, USA, am Institut d’Études Politiques, Paris, und an der Université de Montréal, Kanada. Zu seinen Veröffentlichungen gehören Vom Weltkrieg zum Bürgerkrieg? Politischer Extremismus in Deutschland und Frankreich 1918–1933/39. Berlin und Paris im Vergleich (1999), Deutsche Geschichte im 20. Jahrhundert (2001, 3. Aufl. 2011), Der Preis der Freiheit. Geschichte Europas in unserer Zeit (2012, 2014 Lizenzausgabe für die Bundeszentrale für politische Bildung) und Demokratie und Globalisierung. Europa seit 1989 (2015).

Andreas Nachama ist Direktor der Stiftung Topographie des Terrors.