Dienstag, 27. Februar 2018 19:00 Uhr

Helena Bohle-Szacki (27.2.1928 – 21.8.2011). Von Białystok nach Berlin

Plakatentwurf zur Veranstaltung von Daniel Bornmann, Student am Lette Verein Berlin

Begrüßung
Dr. Insa Eschebach, Leiterin der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Hanna Nowak-Radziejowska, Direktorin des Polnischen Instituts Berlin

Filmpräsentation
Ausschnitte aus einem Interview mit Helena Bohle-Szacki (2006)

Kommentare
Ulrich Tempel, Archivar der Stiftung Topographie des Terrors
Dr. Simone Erpel, Historikerin und Ausstellungskuratorin, Berlin

Biographie und Erinnerung. Zwei Projektskizzen
Dr. Cord Pagenstecher, Historiker am Center für Digitale Systeme der Freien Universität Berlin
Marcin Różyc, Ausstellungskurator und Modekritiker, Warschau, und
Katarzyna Siwerska, Mitarbeiterin der „Galeria im. Sleńdzińskich”, Białystok

Topographie des Terrors Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

(Gemeinsam mit der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, dem Polnischen Institut Berlin, dem Center für Digitale Systeme der Freien Universität Berlin und dem Lette-Verein Berlin, mit freundlicher Unterstützung von Martin Hilbert und der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft”) 

Helena Bohle-Szacki, 1928 in Białystok geboren, stammte aus einer deutsch-polnisch-jüdischen Familie. 1944 wurde sie von der Gestapo verhaftet und in das Konzentrationslager Ravensbrück verschleppt. Von Herbst 1944 bis Frühjahr 1945 musste sie Zwangsarbeit in Helmbrechts, einem Außenlager des KZ Flossenbürg, leisten. Nach dem Krieg studierte sie an der Hochschule für Bildende Künste in Łódź und war danach erfolgreich in der Modebranche tätig. Seit Ende 1968 lebte sie in West-Berlin und war u.a. Dozentin am Lette-Verein Berlin. Ihre Grafiken wurden im In- und Ausland ausgestellt.
In der Veranstaltung werden erstmals längere Ausschnitte eines Interviews präsentiert, das Martin Hilbert und Thomas Gaevert im Rahmen ihres Filmprojekts „Ausgelöscht. Bialystok und seine Juden” 2006 mit Helena Bohle-Szacki geführt haben. Ein 2005 mit ihr auf Polnisch geführtes Interview gehört zum Video-Archiv „Zwangsarbeit 1939–1945” und ist Teil der Online-Anwendung „Lernen mit Interviews” des Centers für Digitale Systeme der Freien Universität Berlin. Im Sommer 2017 zeigte die „Galeria im. Sleńdzińskich” in Białystok eine große Ausstellung zu Leben und Werk der Künstlerin.