Dienstag, 17. April 2018 19:00 Uhr

Forschen im Zeitalter der Genozide

Einführung: Prof. Dr. Sönke Neitzel (Potsdam)
Kurzvortrag: Prof. Dr. Boris Barth (Prag)
Buchpräsentation: Dr. Olaf Glöckner und Roy Knocke (beide Potsdam)
Moderation: Dr. Thomas Lutz, Berlin

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

(Gemeinsam mit dem Lepsiushaus Potsdam und dem Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien)

Der Sammelband Das Zeitalter der Genozide. Ursprünge, Formen und Folgen politischer Gewalt im 20. Jahrhundert (2017), herausgegeben von Olaf Glöckner und Roy Knocke, bietet einen transdisziplinären Überblick über Genozide im 20. Jahrhundert. Er geht aus einer internationalen Konferenz hervor, die im November 2015 im Dokumentationszentrum Topographie des Terrors stattgefunden hat. Erschienen ist er als erster Band der Buchreihe Gewaltpolitik und Menschenrechte, die von Rolf Hosfeld, Sönke Neitzel und Julius H. Schoeps herausgegeben wird.
Im Rahmen der Veranstaltung wird nicht nur nach Gemeinsamkeiten und Unter-schieden der Völkermorde im 20. Jahrhundert und nach den Formen der Erinnerung an die Millionen von Genozidopfern gefragt. Erhellt werden auch die Perspektiven der vergleichenden Genozidforschung.

Boris Barth, 1961 geboren, lehrt am Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Karlsuniversität Prag. Zu seinen Publikationen gehört Genozid. Völkermord im 20. Jahrhundert. Geschichte, Theorien, Kontroversen (2006).

Olaf Glöckner, 1965 geboren, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien in Potsdam.

Roy Knocke, 1981 geboren, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lepsiushaus Potsdam und Lehrbeauftragter am Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft der Universität Potsdam.

Sönke Neitzel, 1968 geboren, ist Professor für Militärgeschichte/Kulturgeschichte der Gewalt an der Universität Potsdam.

Thomas Lutz ist Gedenkstättenreferent der Stiftung Topographie des Terrors.