Donnerstag, 3. September 2015 19:00 Uhr

Drei Tage im April

Spielfilm, 1994/95 (105 min), Regie: Oliver Storz
Einführung: Sonja M. Schultz

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

Im Rahmen der Reihe Kriegsende 1945 im deutschen Nachkriegsfilm

In einem Dorf in Süddeutschland werden in den letzten Kriegstagen 1945 mehrere Waggons eines SS-Sonderzugs der Reichsbahn mit 300 KZ-Häftlingen abgekoppelt und stehen gelassen. Die verhungernden und verdurstenden Menschen schreien nach Hilfe. Als sich die SS-Wachen drei Tage später absetzen, entbrennt unter den Dorfbewohnern eine Diskussion darüber, wie sie sich verhalten sollen. Während BDM-Führerin Anna die Häftlinge mit Lebensmitteln versorgt, beschließt der Gemeinderat, die Waggons anzuschieben und ins Ungewisse rollen zu lassen. Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit.

Sonja M. Schultz, 1975 geboren, arbeitet als freie Filmjournalistin und Filmhistorikerin. Sie studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Theaterwissenschaft/Kulturelle Kommunikation und Kunstgeschichte und promovierte 2012 zum Thema „Der Nationalsozialismus im Film. Von Triumph des Willens bis Inglourious Basterds”. Für diese Arbeit wurde sie 2012 mit dem Rudolf Arnheim-Preis des Instituts für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität ausgezeichnet.