Dienstag, 28. April 2015 19:00 Uhr

Dokumentarfilm „Die Tage nach Hitler”

(NL, 45 Minuten)

Landesvertretung Schleswig-Holstein
In den Ministergärten 8, 10117 Berlin

Begrüßung: Staatssekretär Ralph Müller-Beck, Bevollmächtigter des Landes Schleswig-Holstein beim Bund

Einführung: Prof. Dr. Gerhard Paul, Universität Flensburg

Im Anschluss an den Film: Gespräch mit Hasan Evrengün (Filmproduzent) und Reinier van den Hout (Filmregisseur), beide Hilversum (Niederlande), Moderation Bodo Mrozek, Berlin

Anmeldungen bitte unter http://lv-landsh.de/Ende

(Gemeinsam mit der Landesvertretung Schleswig-Holstein, in Kooperation mit der Universität Flensburg)

Im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Deutschland 1945 – Die letzten Kriegsmonate”

Das offizielle Ende des „Dritten Reichs” fand nicht in Berlin, sondern in Deutschlands hohem Norden statt, in Flensburg. Dort war seit dem 2. Mai 1945 in einem von der britischen Armee als „Enklave” nicht besetzten Gebiet eine geschäftsführende Regierung unter Großadmiral Karl Dönitz in Funktion, bevor sie am 23. Mai 1945 von britischen Soldaten festgenommen wurde. Flensburg war in dieser Zeit Rückzugsrevier auch von Teilen der NS-Elite. Hier konnte die Wehrmachtsjustiz wie bisher wirken, Urteile verkünden und sogar Todesurteile vollstrecken. Von hier sendete der letzte „Reichssender” weiter. Flensburg war zugleich Zielort von Transporten mit KZ-Häftlingen. Die NS-Diktatur war somit am 8. Mai noch nicht vollständig zu Ende.