Donnerstag, 30. Januar 2014 19:00 Uhr

Die Raubkunst-Debatte in Deutschland

Begrüßung:
Prof. Dr. Andreas Nachama
Direktor der Stiftung Topographie des Terrors

Einführung:
Prof. Dr. Julius H. Schoeps
Direktor des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien

Vortrag:
The Debate on Nazi Looted Art in Germany – How to proceed?
Ronald S. Lauder, World Jewish Congress President

Anschließend Empfang

Die Vortragssprache ist Englisch, eine Simultanübersetzung wird angeboten.

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin
Eintritt frei

(Im Rahmen der Reihe „Fragen der Zeit – Zeitfragen” des Moses Mendelssohn Zentrums für europäisch-jüdische Studien)

Um Anmeldung bis 27. Januar wird gebeten:
veranstaltungen(at)topographie.de, Telefon 030 254509-0
(Die Plätze im Auditorium sind bereits vergeben. Anmeldungen für Plätze zur Video-Übertragung im Foyer werden weiterhin angenommen.)

Kunstwerke, die in der Zeit des Nationalsozialismus beschlagnahmt wurden oder unter Druck verkauft oder abgegeben werden mussten, sind nach der „Washingtoner Erklärung” von 1998 den Eigentümern beziehungsweise deren Erben zurückzugeben. Die Debatten über die Rechtmäßigkeit der Rückgabe dauern an. Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses, Ronald S. Lauder, fordert die Einsetzung einer internationalen Kommission, um Klarheit darüber zu schaffen, was an „Raubkunst” in den Depots deutscher Museen lagert. Das geforderte Gremium solle Provenienzforscher ermächtigen, proaktiv zu handeln, anstatt nur auf Restitutionsgesuche von Erben der NS-Opfer zu reagieren. Alles müsse offen gelegt werden. Es gebe, so Lauder, keine moralische Frage, sondern es gehe um Recht und Unrecht. Eigentum sei gestohlen worden und müsse den rechtmäßigen Besitzern zurückgegeben werden. Mit der hier angekündigten Veranstaltung möchten das Potsdamer Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien und die Stiftung Topographie des Terrors die Debatte um Fakten, Probleme und Perspektiven voranbringen.