Dienstag, 15. März 2016 19:00 Uhr

Die neutralen Staaten und der Holocaust – Täter, Mitläufer oder Retter?

Grußwort: Dr. Kathrin Meyer, IHRA, Berlin

Buchpräsentation: Yessica San Román, lic. phil. I, Madrid

Die neutralen Staaten und der Holocaust – ein Überblick
Dr. Corry Guttstadt, Hamburg

Spanien, ein Fallbeispiel für die ambivalente Rolle neutraler Staaten
Dr. Bernd Rother, Berlin

Moderation: Dr. Thomas Lutz, Berlin

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

(Gemeinsam mit der International Holocaust Remembrance Alliance, dem Centro Sefarad-Israel, Madrid, und dem Metropol Verlag)

Neutrale Staaten waren während des Zweiten Weltkriegs weder von feindlichen Mächten besetzt, noch wurden Massenverbrechen an Juden in ihrem Staatsgebiet begangen. Dennoch waren diese Staaten mit der Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten konfrontiert. Sie entschieden, ob sie jüdischen Verfolgten des NS-Regimes zur Flucht verhalfen und ihnen eine sichere Unterkunft boten oder im Gegenteil eine Ein- oder Durchreise durch ihr Land verwehrten.
In ihren Vorträgen stellen die Herausgeber das Gesamtkonzept des Bandes Bystanders, Rescuers or Perpetrators: The Neutral Countries and the Shoah (2016) vor, diskutieren die aktuellen Kontroversen um die Politik der neutralen Staaten und widmen sich dem Fallbeispiel Spanien.

Corry Guttstadt, 1955 geboren, ist Turkologin, Historikerin und Übersetzerin und arbeitet zu den Themen Türkei, Minderheiten sowie Antisemitismus und Holocaust. Sie ist Autorin des Buchs Die Türkei, die Juden und der Holocaust (2008, türkische Fassung 2012, englische Fassung 2013).

Bernd Rother, 1954 geboren, ist stellvertretender Geschäftsführer der Bundes-kanzler-Willy-Brandt-Stiftung, Berlin. Der Historiker ist Autor des Buchs Spanien und der Holocaust (2001, spanische Übersetzung: Franco y el Holocausto, 2005).

Yessica San Román, 1971 geboren, Historikerin und Philologin, ist Leiterin der Abteilung „Holocaust und Antisemitismus“ des Centro Sefarad-Israel in Madrid. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind das Schicksal der sephardischen Juden und die Rolle Spaniens während des Holocaust.

Thomas Lutz ist Gedenkstättenreferent der Stiftung Topographie des Terrors.