Dienstag, 5. Mai 2015 19:00 Uhr

Die letzten Tage der NS-Diktatur. Vom Treiben und Ende der Regierung Dönitz in Flensburg

Vortrag: Prof. Dr. Gerhard Paul, Universität Flensburg
Moderation: Prof. Dr. Andreas Nachama, Berlin

Topographie des Terrors
Niederkirchnerstraße 8, 10963 Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

(Gemeinsam mit der Landesvertretung Schleswig-Holstein, in Kooperation mit der Universität Flensburg)

Im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Deutschland 1945 – Die letzten Kriegsmonate”

Das offizielle Ende des „Dritten Reichs” fand nicht in Berlin, sondern in Deutschlands hohem Norden statt, in Flensburg. Dort war seit dem 2. Mai 1945 in einem von der britischen Armee als „Enklave” nicht besetzten Gebiet eine geschäftsführende Regierung unter Großadmiral Karl Dönitz in Funktion, bevor sie am 23. Mai 1945 von britischen Soldaten festgenommen wurde. Flensburg war in dieser Zeit Rückzugsrevier auch von Teilen der NS-Elite. Hier konnte die Wehrmachtsjustiz wie bisher wirken, Urteile verkünden und sogar Todesurteile vollstrecken. Von hier sendete der letzte „Reichssender” weiter. Flensburg war zugleich Zielort von Transporten mit KZ-Häftlingen. Die NS-Diktatur war somit am 8. Mai noch nicht vollständig zu Ende.