Donnerstag, 9. Juli 2015 19:00 Uhr

Die Ehe der Maria Braun

Spielfilm, BRD 1979 (115 min), Regie: Rainer W. Fassbinder

Einführung: Dr. Sonja M. Schultz, Berlin

Topographie des Terrors, Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

Im Rahmen der Reihe Kriegsende 1945 im deutschen Nachkriegsfilm

Nach ihrer Hochzeit bleiben Maria und Hermann Braun nur wenige Stunden, bevor der Soldat an die Ostfront zurückkehren muss. Bei Kriegsende gilt Hermann als vermisst. Maria glaubt nicht an seinen Tod und versucht bis zu seiner Rückkehr, die materiellen Grundlagen für ein gesichertes Leben zu schaffen. Sie arrangiert sich mit den Nachkriegsverhältnissen, hat diverse Affären, obwohl sie Hermann noch liebt, und gelangt schließlich zu Wohlstand. Nach Hermanns Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft zerbricht diese Liebe langsam.
Der Film ist der erste Teil von Fassbinders BRD-Trilogie, dem mit Lola (1981) und Die Sehnsucht der Veronika Voss (1982) zwei weitere Filme über Frauenschicksale der Nachkriegszeit folgten.

Sonja M. Schultz, 1975 geboren, arbeitet als freie Filmjournalistin und Filmhistorikerin. Sie studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin Theaterwissenschaft/Kulturelle Kommunikation und Kunstgeschichte und promovierte 2012 zum Thema „Der Nationalsozialismus im Film. Von Triumph des Willens bis Inglourious Basterds”. Für diese Arbeit wurde sie 2012 mit dem Rudolf Arnheim-Preis des Instituts für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität ausgezeichnet.