Dienstag, 20. Oktober 2015 19:00 Uhr

Deutschland 1945 – Die ersten Monate nach dem Krieg

Vortrag: Prof. Dr. Peter Steinbach, Mannheim/Berlin
Moderation: Dr. Claudia Steur, Berlin

Topographie des Terrors Auditorium
Niederkirchnerstraße 8, Berlin-Kreuzberg
Eintritt frei

Im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „Deutschland 1945 – Die letzten Kriegsmonate”

Mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht war am 8. Mai 1945 in Europa der von Deutschland entfesselte Krieg beendet. Auf der Potsdamer Konferenz der Alliierten im Juli/August 1945 ging es um die Kontrolle Deutschlands durch die vier Besatzungsmächte, um Fragen der Reparationen, der Entnazifizierung und Entmilitarisierung Deutschlands sowie der Dezentralisierung der Wirtschaft. Zu den folgenschwersten Beschlüssen gehörte die Tatsache, dass einschließlich der Flüchtlinge über 12 Millionen Deutsche ihre Heimat verloren.
In seinem Vortrag richtet Peter Steinbach den Blick auf die unmittelbare Nachkriegszeit in Deutschland: Wie wurde das Kriegsende erlebt? Welche Maßnahmen wurden in den einzelnen Besatzungszonen getroffen? Wie sah der „Alltag” der Bevölkerung in dem durch Zerstörung gezeichneten Land aus? Wie erging es Flüchtlingen und Vertriebenen, befreiten KZ-Häftlingen und ehemaligen ausländischen Zwangsarbeitern? Wie war die Versorgungslage? Welche Konsequenzen ergaben sich aus den Beschlüssen der Potsdamer Konferenz? Was verbirgt sich hinter der Debatte um die „Stunde Null”?

Peter Steinbach, 1948 geboren, ist Professor i.R. für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Mannheim, Wissenschaftlicher Leiter der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin und Vorsitzender des Internationalen Beirats der Stiftung Topographie des Terrors. Er hat zahlreiche Veröffentlichungen vorgelegt. Zu den neueren Publikationen gehören Der Nationalsozialismus – Die zweite Geschichte. Überwindung – Deutung – Erinnerung (2009, hg. mit Peter Reichel und Harald Schmid), Geschichte im politischen Kampf. Wie historische Argumente die öffentliche Meinung manipulieren (2012) und Nach Auschwitz. Die Konfrontation der Deutschen mit der Judenvernichtung (2015). In dem Begleitband zur Ausstellung „Deutschland 1945 – Die letzten Kriegsmonate” ist er mit dem Beitrag Widerstand der letzten Stunde (2014) vertreten.

Claudia Steur ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Topographie des Terrors und Kuratorin der Ausstellung „Deutschland 1945 – Die letzten Kriegsmonate”.